Nanu Nano

Ich bin erstmals nach Jahren der Niederlassung mit einem Verschwörungstheoretiker zum Thema Impfen konfrontiert worden. Wenn man durchs Netz streift, bekommt man zuweilen den Eindruck, 9/10 aller Seiten, die sich mit dem Impfen beschäftigen, sind impfkritische Seiten, und die Hälfte von diesen bauen auf hysterischen Thesen der Weltverschwörung auf (Ausrottung der Menschheit, Abzocke der Pharmaindustrie zum Aufbau einer globalen Herrschaft etc.).

Das wiederum impliziert unwissenden und verunsicherten Eltern, 9/10 der Eltern würden nicht impfen oder jedenfalls „nur das Nötigste“ (was bei den sehr kritischen allenfalls Tetanus bedeutet – vermutlich das geringste Risiko einer Infektion, wenn auch unausrottbar, weil nicht von Mensch zu Mensch übertragbar… ich drifte ab). Das ist mitnichten so. Viele Studien und (hier: nicht repräsentative) Umfragen hergeben, dass die Zahlen sich genau anders verhalten: Die meisten Eltern lassen ganz normal impfen.

Vater: „Das Impfen, das lassen wir aber, nicht wahr?“
Ich: „Oh, was macht Ihnen Sorgen, kann ich die irgendwie zerstreuen?“
Vater: „Sie ganz sicher nicht. Da habe ich mich schon genug belesen.“
Ich: „Was macht Sie denn konkret so kritisch?“
Vater: „Wir lassen unserem Sohn nicht mit Nanopartikeln zur Überwachung vollpumpen… Können Sie nachlesen.“
Ich: „Aha …. und was genau ist mein Part bei der Sache?“
Vater: „Das brauche ich Ihnen wohl nicht zu erklären.“
Ich: „Doch, das würde mich jetzt schon interessieren.“
Vater: „Ich sage nur: Pharmaindustrie, Lobbyismus, Politiker, Geld, Überwachung … NSA?“

Er wirkte richtig gelangweilt bei der Aufzählung, so wie wenn man einem Kind zum hundertsten Mal sagen muß, dass es um 20 Uhr ins Bett geht, und dem geduldigen Wiederholen irgendwann die Resignation im Erklären folgt.

Lange habe ich nicht diskutiert. Das mache ich auch bei meinen Kindern nicht. Ich blieb höflich freundlich, habe mich mit einem Handschlag verabschiedet und dem Säugling – wie ich das immer tue – viel Gesundheit gewünscht. Der Mutter gab ich den freundlichen Hinweis, sich eine andere Arztpraxis zu suchen, während der Vater weiter im Hintergrund seine Theorien ins Publikum lamentierte. Er redete noch weiter, als ich schon längst den Raum verlassen hatte. Ab einem bestimmten Punkt hatte alle Empathie ein Ende.

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40 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Anna Nym
    Mai 29, 2015 @ 13:29:53

    Autsch. Zeit für den SPDi?

    Antwort

  2. wolkenlos
    Mai 29, 2015 @ 13:47:36

    Warum tust du dir das an, Kinderdok? Normalerweise müsste deine Praxis Anlaufstelle für Eltern sein, die dich BITTEN ihre Kinder zu impfen. Wenn Eltern dich als Gegner sehen, gibt es wohl wirklich nur eine Konsequenz: einen anderen Arzt suchen. Auf Dauer hält das doch niemand aus.

    Antwort

  3. UK
    Mai 29, 2015 @ 13:48:02

    Interessanterweise gipfeln quasi alle dieser Theorien dann darin, dass das „Finanzjudentum“ Schuld und Ursache an allem ist 😦

    Antwort

    • Sebastian Klein
      Mai 31, 2015 @ 13:39:30

      Aye, die Verstrickung zwischen Impfgegnern und rechten Esoterikern ist ziemlich offensichtlich. Denken und Rhetorik gleichen sich da ganz extrem, was die Sache direkt noch mal unheimlicher macht.

      Antwort

  4. Opapapa
    Mai 29, 2015 @ 13:50:56

    Verdammt hätte ich mich mal lieber vorher im Internet schlau gemacht,nun hat unser Zwerg bestimmt mehr Nanopartikel als Blut in den Adern :O

    Antwort

  5. Jani
    Mai 29, 2015 @ 14:03:44

    Großartig! Musste sehr lachen. Vielleicht sollte sich der (geimpfte?) Vater permanent den Kopf mit Alufolie umwickeln, damit niemand seine sensationell aufgeklärten Gedanken heimlich auslesen kann…?

    Antwort

  6. k.
    Mai 29, 2015 @ 14:08:04

    klasse, dass du so konsequent bist und den eltern quasi sagst, wo der ausgang deiner praxis ist.
    oftmals nehmen ärzte das risiko in kauf, dass sich (aus gutem grund) ungeimpfte an erkrankten kindern anstecken.

    Antwort

  7. Neugierig
    Mai 29, 2015 @ 15:27:24

    Wo hat dieser Vater das bloß her? Ich lese gerne Verschwörungstheorien, aber diesen Blödsinn habe ich noch nicht gefunden.

    Antwort

    • turtle of doom
      Mai 29, 2015 @ 20:09:58

      Antwort

      • Neugierig
        Mai 30, 2015 @ 08:11:20

        In dem Link geht es ja „nur“ um „Biowaffen“ in den Impfstoffen. Nano-RFIDs sind aber noch einmal eine viel höhere Stufe des Blödsinns.

        Antwort

    • science_rocks
      Jun 01, 2015 @ 23:00:56

      Die RFID-Chips-per-Impfung-Idee wird unter anderem von Ryke Gerd Hamer („germanische neue medizin“ — sagt hoffentlich alles und ist noch schlimmer [tödlicher] als es klingt) vertreten, ist aber in den abgedrehteren Wahnwichtelkreisen — also denen mit Reptilienherrschern und dem Strafplaneten und der „brd gmbh“ nicht selten.
      Live bin ich so jemandem aber auch noch nicht begegnet. Auch die Impfgegner in meinem Umfeld sind nicht ansatzweise so abgedreht sondern haben bloß den guten Hirte auswendig gelernt.
      Aber Verschwörungstheoretiker gibt es doch so einige ( wenn auch weniger als das netz den Anschein erweckt). Auch die Chemtrailfraktion ist ja immer gut dabei und DIE habe ich schon getroffen…

      Antwort

  8. Mic
    Mai 29, 2015 @ 16:31:14

    Schon Fox Mulder wusste: Die Wahrheit ist irgendwo da draußen!

    (Und ich hoffe für das Kind, dass besagter Vater sie vielleicht noch rechtzeitig findet …)

    Antwort

  9. Teddy
    Mai 29, 2015 @ 20:37:56

    Ich hoffe sehr, dass unser Kinderarzt genauso konsequent ist und die Impfkritiker hochkant aus seiner Praxis wirft und ihnen nahelegt, sich einen anderen Arzt zu suchen.
    Es gibt ausreichend Kinder, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder sonst ausreichend Probleme haben, da ist der „Herdenschutz“, gerade in der Arztpraxis, überlebenswichtig.

    Antwort

    • Wolfy
      Mai 30, 2015 @ 11:26:44

      Stopp!
      NICHTS gegen Impfkritiker. Impfkritisch sein heißt nicht Impfgegner sein. Ich finde Leute, die lieber hinter- und nachfragen und dann gute und nachvollziehbare Gründe haben, deutlich sympathischer als „jaja mach mal!“-Sager. Und nur weil der Impfkritker skeptisch ist, heißt das nicht, dass er sich/seine Kinder nicht impfen lässt.
      Natürlich heißt das für den Arzt dann deutlich mehr Aufwand, weil der Patient deutlich mehr Fragen hat und stellt – aber das grundsätzlich negativ zu sehen halte ich für falsch.

      Impfgegner wie der Vater da oben… eine ganz andere Geschichte.

      Antwort

      • Frau Z.
        Mai 30, 2015 @ 12:18:16

        Ich oute mich hier mal als „jaja mach mal“- Sagerin, meine Zwillis sind voll durchgeimpft ( auch darüber hinaus, was die österreichischen Krankenkassen nicht zahlen, z.B. MC, FSME). Warum? Ganz einfach: ich komme aus der naturwissenschaftlichen Ecke, ich hatte sehr ausgiebig Mikrobiologie und Immunologie auf der Uni. Ich behaupte deswegen nicht alles zu wissen, das Entscheidende ist aber, dass ich weiß, wo man sich verlässliche und seriöse Infos holen kann. Daher bin ich aus voller Überzeugung pro Impfen.
        Ehrlichgesagt: am meisten nerven mich die arroganten Bobo-Mamis und Papis, die denken, ihr Magister-Titel in Soziologie oder Publizistik oder was weiß ich würde sie befähigen, nach der Lektüre irgendwelcher obstrusen Webseiten medizinisch – wissenschaftliche Fragestellungen ausreichend beurteilen zu können. Das sind dann meist die selben, die dann in der Apo stehen, ihrem Kind quillt schon der Eiter aus dem Ohr, und sie hätten aber gern „was pflanzliches oder homöopathisches oder so, nur bitte kein Antibiotikum“. Doch ja, wahre Geschichte, leider – selbst erlebt. Traurig, arme Kinder, die solche Eltern ausbaden müssen.

        Antwort

        • Vorstadtmaus
          Mai 30, 2015 @ 21:58:59

          Ich frage mich auch, ob die ganzen medizinischen „Experten“ die dank Google aus den Löchern gekrochen kommen, ihrem Mechaniker über die Schulter schauen oder ihren Zahnarzt beim Bohren belehren.
          Damit meine ich nicht, dass man sich überhaupt nicht informieren kann und sollte. Hier in der Gegend wird zum Beispiel meines Erachtens zu lange mit der ersten Impfung gewartet (etwas später als STIKO) und im Krankenhaus hatte ich Homöopathika im Tablettenschächtelchen liegen (und werde dort nicht mehr hingehen). Ohne Nachlesen wäre mir beides nicht aufgefallen. Aber ich weiß, wo meine Grenzen sind und was ich besser jemandem überlasse, der sich damit verdammt noch mal auskennt.

        • Heini
          Jun 01, 2015 @ 08:35:42

          Ich würde ja so gerne mal in eine Apotheke mit ganz viel Werbung für Homöpathie, Aromatherapie oder Bachblüten gehen mit einem Rezept für – keine Ahnung, vielleicht Schmerzmittel oder Magenschutz – und dann bei Aushändigung fragen, ob das auch ohne Chemie ist, weil …

          Problem, ich trau mich nicht.

        • aucheinemama
          Jun 01, 2015 @ 19:10:31

          Nur weil alle Kinder geimpft sind, ist man nicht automatisch „jaja, mach mal“-Sager! Meine Kinder sind auch vollständig nach StIKo geimpft, wobei ich das mit unserem Kinderarzt besprochen habe. Nachfragen sind da durchaus erlaubt. Wobei ich zugegebenermaßen nicht versucht habe, mit ihm über „Nanopartikel zur Überwachung“ meiner Kinder zu sprechen. 🙂

      • Uli
        Mai 30, 2015 @ 13:03:54

        Dinge kritisch zu hinterfragen ist nur positiv zu sehen, da gebe ich Ihnen Recht.

        Nur leider stelle ich fest, dass die Leute, die sich kritisch übers Impfen äußern, eben genau nicht die sind, die alles kritisch hinterfragen. Die hinterfragen sehr selten gründlich das Impfen und versuchen sich in die Materie auch der Befürworter einzuarbeiten und hinterfragen schon gar nicht die Thesen der Gegner.

        Diese Leute berücksichtigen z.B. selten den Zeitpunkt, zu dem die von ihnen zitierte These aufgestellt wurde oder zu dem der von ihnen zitierte Impfschaden aufgetreten ist und den Stand der Impfstoffforschung zu der Zeit.

        Insofern, stelle ich fest, dass die Leute, die sich im positiven Sinne kritisch mit ihrer Umwelt auseinandersetzen, selten diejeningen sind, die sich kritsch über das Impfen äußern. Es entspricht also meiner Erfahrung, dass Impfkritiker gleich Impfgegner sind.

        Antwort

      • Sebastian Klein
        Mai 31, 2015 @ 13:44:43

        Wenn jemand in die Praxis kommt und behauptet, man würde mit Nanopartikeln zur Überwachung geimpft, dann fällt das nicht mehr unter „skeptisches Informieren“.

        Antwort

  10. andre
    Mai 29, 2015 @ 21:51:27

    Denkt mal an die Zeugen Jehovas (jeder nur ein Kreuz), die einem sterbenden Kind due Bluttransfusion verweigern, weil ein imaginärer Freund es verbietet.
    Ist ebenso schräg, nicht wahr?

    Antwort

  11. Molly L.
    Mai 29, 2015 @ 21:54:03

    Ich bin erleichtert, dass es nur 1 Verschwörungstheoretiker hier in 8 Jahren ist. Und stimmt: Meine subjektive Wahrnehmung ist anders, da hätte ich mehr erwartet. Ich hoffe, dass der andere Kinderarzt genau so handelt wie Du. Und der übernächste usw. Vielleicht bekommt das Baby dann irgendwann doch noch den wahnsinnig wichtigen Impfschutz!

    Antwort

    • kinderdok
      Mai 29, 2015 @ 22:07:54

      Das bezweifle ich. Mag sein, dass viele Kollegen schmunzeln und sich ihren Teil denken, aber viele stehen auf dem Standpunkt, Impfen sei eine subjektive Entscheidung der Eltern und in deren Verantwortung. Da findet jeder seinen Deckel.
      *Nestbeschmutzung off*

      Antwort

      • klickfix
        Mai 30, 2015 @ 10:02:37

        Naja das kommt doch immer auf den Charakter und die Hartnäckigkeit der Leute an. Bei vielen kann man sicher Überzeugungsarbeit leisten, aber manche harte Nuß wird wohl nicht zu knacken sein. Und dann muß man sich schon fragen, wieviel Kraft und Zeit man dafür aufwenden will. Die ganze Welt wird man leider nicht retten können.

        Antwort

  12. Argentina
    Mai 30, 2015 @ 01:07:36

    ach…war so schön damals in meiner Kindheit (nicht in DE), wo die Ärzte aus den Gesundheitsministerium in die Schule kamen und jeder Teenager geimpft wurde bzw. die Impfung erfrischt wurde….so einfach ging das. nichts mit Eltern-Meinung…die ganze Klasse bzw. Jahrgang war einfach dran. Bin in nachhinein übrigens sehr froh darum, da meine Mutter (Psychologin) in die alternative Ecke gehört. Vielleicht eben deswegen bin ich so anders geworden, da ich ja die ganzen Bach Blüten & co von ihr kenne…homöopathie klingt da schon fast wissenschaftlich.

    Antwort

    • Anonymous
      Mai 31, 2015 @ 09:10:35

      War in der ehemaligen DDR genauso und das war auch gut so. Manchmal müssen Menschen „bevormundet“ werden. Die ganz Kleinen können sich nicht gg ihre Eltern wehren und bis sie selber entscheiden können ist es schon viel zu spät. Leider..

      Antwort

  13. Peter H.
    Mai 30, 2015 @ 07:26:47

    Ich frage mich, was der Vater bei Zahnschmerzen macht?
    Ich meine, in der Betäubungsspritze bei Zähneziehen kann doch genauso ein Chip sein. Und wenn er sich operieren lassen muss, könnten doch „skrupellose“ Ärzte ein ganzes Tonbandgerät einbauen?

    Antwort

    • Vorstadtmaus
      Mai 30, 2015 @ 11:56:27

      Ich hatte schon einige Diskussionen mit Leuten dieses Kalibers und keiner, nicht einer von ihnen verstand meine Frage, ob sie auch auf Notfallmedizin und Betäubungen etc. verzichten, wenn sie die evidenzbasierte Medizin doch ablehnen (Viren gibt es nicht, alles nur Konflikte / die Regierung / die Reptiloiden usw.). Das eine hätte mit dem anderen doch gar nichts zu tun. Seufz.

      Antwort

  14. Vorstadtmaus
    Mai 30, 2015 @ 11:57:21

    So jemanden echt und live zu erleben muss ja ein, äh, besonderes Erlebnis sein. Es beruhigt mich zwar zu wissen, dass so etwas außerhalb des Internets eher selten ist, aber dass so Leute tatsächlich rumlaufen macht einem dann doch manchmal ein mulmiges Gefühl.

    Antwort

  15. Uli
    Mai 30, 2015 @ 12:46:27

    Es gibt Leute, die ich echt sehr schätze, die vernünftig sind, aufmerksam zuhören und keinen Verschwörungstheorien anhängen. Nur beim Thema Impfen bemerke ich einen auffälligen „blinden Fleck“ im Gehirn, bei dem alles Zuhören, Nachdenken, Schlüsseziehen abgeschaltet ist.

    Beim Lesen der Kinderdoc-Geschichte, kam mir gerade der unheimliche Gedanke, ob BEI DENEN nicht genau an der Stelle ein Nanopartikel-Chip eingepflanzt ist ;-). Wie auch immer der dahingekkommen ist, das weiß vermutlich nur die NSA, die über Impflücken die Europäer ausrotten will 😉

    Antwort

  16. gedankenknick
    Mai 31, 2015 @ 16:38:48

    Ich bekenne mich: Ich HABE Nanoparetikeln im Blut! Nachgewiesen bei der letzten Blutuntersuchung!

    Ein großteil dieser Partikeln befördern mehr oder weniger giftige Gase. Einige sind geradezu zerstörerisch und gehen auf alles los, was sie nicht kennen… (und versuchen, diese unbekannten Dinge dann auch zu sterören, rufen andere Partikeln zu Hilfe usw.). Einige Partikeln verklumpen und verkleben und führen bei mir zu Blutgerinnung(!) unter bestimmten Umständen. Und wer es noch nicht mitbekommen hat, ich rede von ganz natürlichen (und furchtbar wichtigen) Blutbestandzeilen wie Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten…

    Davon abgesehen gehe ich ziemlich fest davon aus, dass in einem sehr kleinen Maßstab auch Tonerfarbstoffe von Laserdruckern (gelten auch als Nanopartiklen) in meinem Blut befindet, aufgenommen über meine Lunge aus der Büroluft. Vermutlich sind die nicht wirklich gesund. Aber ob die in diesen (kleinen) Mengen nun wirklich ganz „böse“ sind, wird die Zukunft zeigen.

    ——–

    Ansonsten sieht man doch „Nanosonden“ alle Nase lang – wenn man Treki ist und sich ein paar Folgen „Voyager“ anschaut, auch in einigen Folgen „Next Generation“ kommen die vor.

    Eine andere Quelle ist das sehr lesenswerte Buch „Diamond Age – Die Grenzwelt“ von Neil Stephenson. In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Nanotechnologie so weit fortgeschritten, dass auch die Schaffung von Lebensmitteln und Industriegütern nanotechnologisch möglich ist. Und über blutgängige Nanorobotter ist sogar die physische Beeinflussung von Menschen möglich (und über diesen Umweg auch die psychische Beeinflussung). Leidlich dystopische Aussichten, auch wenn das Buch für die Protagonistin ganz gut endet.

    Antwort

  17. Doreen Stanislaus-Vozelj
    Jun 01, 2015 @ 13:43:00

    Ja. Genau. Das sind die Leute, die auch die Laptopkamera abkleben, damit sie keiner ausspionieren kann. 😂 Meine Kinder sind alle geimpft. Traurig, daß das immer wieder diskutiert werden muss.

    Antwort

    • gedankenknick
      Jun 01, 2015 @ 15:27:57

      Ich habe auch meine Laptop-Cam abgeklebt. Und ich scheine nicht der einzige zu sein: http://futurezone.at/science/auch-sicherheitsexperten-kleben-ihre-webcams-ab/59.145.868

      Antwort

    • McCloud
      Jun 01, 2015 @ 22:12:35

      Ich bin absolut pro Impfen, absolut pro evidenzbasierte Medizin und halte Homöopathie für überteuerte Laktose.
      Ich bekenne: Die Kamera meines Laptops und des Laptops meiner Kinder sind abgeklebt.

      Der Grund ist der, dass ich auch selbst schon Viren auf meinem eigenen Rechner entfernt habe (trotz Virenschutz über AVIRA und windowsinterner Firewall).
      Was meine Kinder im Internet machen, kann und will ich nicht zu 100% nachvollziehen. Aber es kann sein, dass auch ich selbst in meiner Jugend raubkopierte Spiele auf dem Schulhof getauscht habe.

      Wen es interessiert: Man kann sich vom „Bundesministerium für Familie“ entsprechende Sticker zum Abkleben der Kamera zusenden lassen (gegenwärtig aufgrund der Nachfrage nicht erhältlich): http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=204378.html

      Seine Laptopkamera nicht abzukleben, halte ich aufgrund der vorhandenen Gefahr des versehentlichen Downloads eines Viruses für grob fahrlässig.

      Antwort

    • science_rocks
      Jun 01, 2015 @ 23:21:38

      Ja und solche Leute glauben bestimmt auch, dass Telefongespräche, Verbindungsdaten, IP-Adressen, Emails überwacht und gespeichert werden und erhebliche Arbeit in das Knacken von Verschlüsselungssoftware gesteckt wird. WAS hat uns Snowden noch mal genau erzählt und belegt?

      Nein mal ehrlich: Es gibt einen ganz gravierenden Unterschied zwischen Verschwörungstheorien und einem gesunden Misstrauen. Letzteres lässt sich zwar auch übertreiben, basiert aber doch auf validen Informationen, ist offen gegenüber neuen Informationen und Gegenpositionen und wägt vor allem Risiken, Aufwand und Nutzen gegeneinander ab — Kamera abkleben ist simpel, schadet nicht und heißt noch lange nicht, dass sich irgendjemand persönlich verfolgt fühlt. Kann man also machen, selbst wenn das Risiko eher klein ist. Verschwörungstheoretiker würden dazu dann die Story erfinden, dass die Kameras nur entwickelt wurden um uns alle zu überwachen, wir demnächst dadurch ferngesteuert werden oder sie ganz speziell überwacht werden weil sie „DIE“ durchschaut haben oder oder oder und alle Hinweise, dass dieses oder jenes technisch gar nicht möglich oder wirklich völlig sinnfrei wäre gepflegt als Beleg ihrer Theorie verbuchen (wer Gegenargumente bringt MUSS der Gegenseite angehören und ist damit nicht mehr ernstzunehmen).

      -> Wer Verschwörungstheorien anhängt integriert natürlich auch reale Fakten in das eigene Weltbild, das macht die realen Fakten aber deshalb nicht gleich falsch — falsch ist meist die Deutung/Ursachenanayse.

      Antwort

  18. anonymous
    Jun 01, 2015 @ 18:59:01

    „Lange habe ich nicht diskutiert. Das mache ich auch bei meinen Kindern nicht.“

    Mal angenommen, der Vater wäre jetzt kein durchgeknallter Impfgegner gewesen, sondern ein völlig normaler, durchaus intelligenter und informierter Mensch, obendrein höflich und offen für Erklärungen, den Du dann jedoch – TROTZ Erklärung – nicht dazu hättest bringen könne, den Säugling künftig gegen alles impfen zu lassen, was die StIKo so hergibt – hätte er auch gehen müssen?
    Würde mich jetzt mal brennend interessieren.

    Grüße
    Josephine aus dem Chaos

    Antwort

    • kinderdok
      Jun 08, 2015 @ 20:50:19

      Ja, hätte er.
      Ich bespreche Impfungen bis ca. zur U5, wer dann noch komplett die Impfungen verweigert, darf sich gerne einen Deckel suchen, der auf sein Töpfchen passt. Ich lasse mal mit mir über die Rotaimpfung diskutieren oder die Windpockenimpfung, aber in der Regel sind die Impfkritiker keine völlig normale, … und offen für Erklärungen, etc.

      Antwort

  19. Claudia
    Jun 04, 2015 @ 13:18:20

    Mensch, da renne ich jahrelang als Cyborg durch die Gegend und merke es noch nicht einmal. Deshalb hat mein Frauenarzt so diabolisch gegrinst, als er mir eine Diode in den Unterleib implantiert hat. Und der Zahnarzt hat mir kalt lächelnd eine Batterie im letzten Backenzahn installiert.

    Ich habe mir zwar gleich gedacht, dass bei der „Zeckenschutzimpfung“ nicht eine einzige Zecke im Serum war. Aber Nanopartikel hatte ich nicht auf dem Schirm, danke für die Aufklärung.

    Jetzt muss ich nur noch herausfinden, was hinter dieser Stoßwellentherapie steckt, die mein Orthopäde gegen den Fersensporn vorschlug. Die Schmerzen im Fuß stammen vermutlich von einer schnell wuchernden Richtantenne. Deshalb war er auch so besorgt und verschrieb schon mal schützende Fersenkissen – wäre ja blöd, wenn das Teil funktionslos würde.

    Aber will ja nicht meckern. Mein Vater wird seit Jahren von der NSA ferngesteuert – jedenfalls die Herzfrequenz und die Richtung, in die er laufen soll. Der Ärmste : (

    Antwort

  20. Corinna
    Jun 05, 2015 @ 09:46:44

    … ich bin froh, dass ich selbst gegen alles Mögliche geimpft bin und mir gerade jetzt in der Schwangerschaft dadurch keine Probleme oder Schwierigkeiten entstanden sind. Warum sollte ich diese Sorgenfreiheit meinem Kind nicht auch gönnen? Ganz ehrlich, ich verstehe diese Eltern nicht, die das Leben und die Gesundheit ihrer Kinder aufgrund von … ja, von was eigentlich?… riskieren.

    Antwort

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