#12von12 Juli

#1von12:

#2von12:

#3von12:

Sowas darf man nicht abmähen #12von12

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#4von12:

In Detail #12von12

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#5von12:

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#6von12 – Sonntag. Andere arbeiten lassen:

#7von12:

#8von12:

#9von12:

Prost

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#10von12:

 #11von12 – Na prima

 

und logisch #12von12 – leider erst um 0:12 uploaded.

 

7/7

Wir hatten unser Wohnmobil auf dem großen Rasenparkplatz abgestellt. Heute stand Stonehenge auf dem Programm. Die Große fand die Steinkreise sehr lustig, glaubte noch an Riesen und interessierte sich kein bißchen für die erdgeschichtlichen Zusammenhänge. Der Kleine war nur mit dem Laufenlernen beschäftigt und damit, seine große Schwester zu ärgern. Für uns Eltern war Stonehenge ein MUSS auf dem Weg nach Land´s End.

Keiner der angereisten Touristen interessierte sich am Ende für ein paar überdimensionierte Kieselsteine. Selbst die Japaner standen wie gebannt um die Radios herum, der Besitzer des Souvenirshops hatte von der rustikalen Keltenmusik auf handfeste BBC-Fakten umgestellt. Schleppend erst, dann immer deutlicher und erschreckender sickerten die Nachrichten durch, und für jeden war der Urlaub plötzlich ein anderer.

Cornwall liegt für die Briten ganz weit draußen im Land, es ist eine andere Welt, eine mystische sogar. König Artus soll hier geboren sein, die weltbekannten Gärten an den Küsten entführen jede für sich an einen anderen Weltenhorizont. An diesem Tag aber war London ganz nah. Viel näher noch als 2001 New York oder das Pentagon. Wir fuhren weiter, hin zur rettenden Urlaubsmystik, weg von der Realtität hundert Kilometer hinter uns, am Ende der M3. Niemals dabei sein, immer woanders.

Zehn Jahre danach

Freibad Notizen

– Für Bienen sind Freibäder Fremdhabitate, also Zucker ohne Blumen
– Akzessorische Brustwarzen erkennen nur Eingeweihte
– Ich liege hier 1,5 Stunden, seitdem wurde der Knirps da drüben nicht eingecremt, obwohl schon zweimal im Wasser
– Seltsame Kindernamen auf Autos sind nichts gegen seltsame Kindernamen, auf den Pectoralis tätowiert
– Der glücklich erreichte Schattenplatz entpuppt sich üblicherweise als Königsmund der Ameisen
– Der Salto des Fünfzehnjährigen vom Fünfer wird weniger wahrgenommen als der Debütsprung (Nase und Augen zu) der Fünfjährigen im Blümchenbikini vom Einer
– Es gibt tatsächlich noch Eltern, die ihre schwimmflügelbepackte Kinder vom Beckenrand stoßen
– Der Geruch von Sonnencreme schwankt von lieblich zu brenzlig zu ranzig – und immer dran denken: Eine Handfläche voll pro Neun der Neunerregel – remember that?
– … und die ewig gleiche Frage: “Bin ich eigentlich auch so mopsig geworden?”

by the way:

Gelesen (und Gesehen und Gehört) im Mai

Der Marsianer von Andy Weir (übersetzt von Jürgen Langowski)
Hat ein bisschen was von “Apollo 13″, versetzt ins nächste Jahrtausend, in dem der Marsastronaut bei einer missglückten Mission auf der Oberfläche des Planeten zurückgelassen wird. Seine eigenen McGyver-Anstrengungen und die Rettungsaktion der Erde stehen im Mittelpunkt des Buches. Inwiweit die ausführlichen physikalischen und chemischen Ausführungen der Wahrheit entsprechen, kann ich nicht sagen, schlüssig klang das alles schon. Am Ende wird es richtig schön actionmäßig knapp und unglaubwürdig, ein wenig mehr Verzweiflung hätte den Protagonisten zudem nachvollziehbarer gemacht. In jedem Fall *das* Buch der kommenden Raumfahrtgeneration, sehr weitsichtig. (4/5)

Der Tag, als meine Frau einen Mann fand von Sibylle Berg
Frau ist frustriert vom Zusammenleben mit ihrem Ehemann, beide um die fünfzig, da muß der neue Lover her, der am Ende aber enttäuscht, und die Frau erkennt, dass die Ehe, die sie bis dahin führte, doch das Verlässlichere im Leben ist. Sibylle Berg spart nicht mit sexuellen Ausführungen, saftigen Worten und verblüffenden Metaphern, ganz nett zu lesen, aber für mich nicht nachhaltig genug. Weil ich ein Mann bin? (3/5)

Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek von David Whitehouse
(übersetzt von Dorothee Merkel)
Sehr nette Geschichte über einen vernachlässigten Jungen, der sich in die Arme einer alleinerziehenden Mutter flüchtet und mit dieser und ihrer (autistischen, jeder braucht eine Geschichte) Tochter in einem gestohlenen Bücherbus quer durch England flüchtet. Sehr schön geschrieben, kein wirklicher Roman für alle Generationen, da teils sehr heftige Ausbrüche des Jungen. Aber insgesamt sehr spannend konstruiert mit echten Cliffhangern. Achja, ein ungerecht verfolgter Mörder und ein Schloß mit Zoo in Schottland kommt auch noch drin vor. Wem das nicht genug Abstrusitäten sind – es gibt noch ein paar. (4/5)

Alles über Sally von Arno Geiger
Frau ist frustriert vom Zusammenleben mit ihrem Ehemann, beide um die fünfzig, da muß der neue Lover her, der am Ende aber enttäuscht, und die Frau erkennt, dass die Ehe, die sie bis dahin führte, doch das Verlässlichere im Leben ist. Arno Geiger beschreibt das Ehepaar nüchterner und alltäglicher als Sibylle Berg (s.o.), keine Ahnung, warum ich gerade solche Bücher lesen muß. Jetzt habe ich genug davon. Sprache schön, Story teils zu ausufernd, Überblätterfaktor hoch (3/5).

Ein anderes Highlight dieses Monats: Game of Thrones – Staffeln 1-4 
Die Frau des Hauses meinte, es sei mal Zeit, die GoT-Staffeln an einem Stück zu sehen, also denn. Da ich die dritte und vierte noch gar nicht kannte (die Bücher sowieso nicht, die sind mir zu dick), gönnten wir uns die ca. 40 Folgen in knapp zwei Wochen, allabendlich. Da läuft man wenigstens nicht Gefahr, sinnlos im Fernsehen herumzuzappen. Bewertung ist klar, für Fans volle Punktzahl, für alle anderen kein Verlust, sie nicht zu sehen. (5/5)

Zum Hörbuchhören kam ich im Mai nicht, stattdessen habe ich dies für mich entdeckt: Sanft und Sorgfältig, eine Radiosendung und Podcast von Olli Schulz und Jan Böhmermann
Gewöhnungsbedürftig, diese Radiosendung von Schulz und Böhmermann, Kultstatus bei allen Pro7- und NeoMagazin-Sehern. Die beiden quatschen zu allem und nichts, ziehen eine Zote nach der anderen, ein loses Thema soll der einzelnen Sendung einen roten Faden geben, unterscheiden kann man die Sendungen aber dennoch kaum. Mit Gästen wie Peter Fox oder Matthias Brandt (also: maulfauler Starschauspieler trifft auf Quasselstrippen) gibts dezente Abwechslung. Ich höre die Sendung zeitversetzt als Podcast im Auto, leider ist dieser dann ohne Musikpausen, was bei den annoncierten Songs seeehr schade ist. Kultsendung bedeutet, man bekommt kaum genug davon, das war es aber auch schon. Ich bleib trotzdem dran. (4/5)

(Ich habe keine Ahnung, warum die Bücherlinks momentan nicht immer das Titelblatt des Buches zeigen, irgendein Bug der Affiliate links)

Kurzer Dank

… an die liebe Pharmama, für das freundliche Geschenk aus meiner A.-Wunschliste, noch zum Tag des Buches. Dir, liebe Pharmama, Dank für die steten Geschichten und Inspirationen zum Bloggen. Stay tuned!

PS Pharmama hat auch ein Buch

  

#12von12 im Mai

Der Tag in Bildern – es beginnt mit dem Mittagessen, weil ich vorher mal wieder nicht gecheckt habe, dass 12von12 Tag ist. Die liebe Nessy hat es “mir gesteckt” via Twitter.

Kurzer Dank

… an Da. Ba. für die nette Amazon-Geschenk-Post. Mein SuB freut sich.

 

#12von12 – endlich geschafft

Jawoll, ich habe es endlich mal geschafft. Dank dessen, dass der 12. diesen Monats auf einen Sonntag fiel – dann also hier ein paar Bilder meines Tages. Wer die Aktion #12von12 nicht kennt, da gibt es eine Erklärung (darf man das überhaupt via Instagram, oder verstößt das böseböse gegen die Prinzipien?). Grundprinzip: Am 12. eines Monats werden 12 Bilder des eigenen Tages gepostet. Schaut Euch mal um, z.B. via des Hashtags #12von12, welche Blogs noch so mitmachen.

Na denn, 12 von 12:

#12von12 The cat has left The bed.

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Zeit für die Zeit vulgo Sonntag! #12von12

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Grillabendvorbereitung #novegan #12von12

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Kaffee mit Sonne #12von12

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Ooooh, Katze!!! #12von12

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In der Sonne Sommerurlaub in der Sonne planen #12von12

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Frühling lässt sein blaues Band #12von12

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#12von12

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Angrilling!!! #12von12

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Morgen erstmals wieder die Kinder mit dem Fahrrad in die Schule #symbolbild #12von12

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Frau übt sich ein für die Fotosaison #12von12

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Business as usual #tatort #12von12

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Die Schweigepflicht

Es war ein kleiner Niklas im Wasserglas – der Ruf nach Lockerung der Schweigepflicht für Ärzte. Zwei Argumente reichten aus, diese Forderung verpuffen zu lassen: Die Schweigepflicht ist heute schon auslegbar und bei Bedrohung anderer umgehbar (auch anonym), außerdem – welcher Patient wendet sich schon an einen Arzt, dem er kein gesichertes Vertrauen mehr entgegen bringen kann?

Auch in der Kinderheilkunde kennen wir das Problem: Kinder werden mißhandelt, vernachlässigt, sexuell mißbraucht. Jugendliche nehmen Drogen und beichten das dem Jugendarzt. Mütter werden geschlagen, Väter betrogen (und vice versa). Schon seit Jahren besteht die Möglichkeit, Delikte dieser Art zu melden, das Jugendamt zu informieren, vor allem aber niederschwellig über Familienhilfe oder Gemeindeschwestern auf die Familien einzuwirken. Der Schlüssel liegt im Hilfeangebot, nicht im Anschwärzen.

Selbstredend suchen wir zunächst das Gespräch mit den Eltern, manchmal hilft das Angebot eines professionellen Kontaktes, um die Situation zu entspannen. Viele Eltern sind dankbar, mit ihren Zwängen und Selbsterlebtem oder ihrer Ohnmacht nicht alleine zu sein. Der Bruch der Schweigepflicht ist letzte Instanz bei fehlender Einsicht, Verleugnung oder akuter Gefährdung des Kindes. Verlieren wir wegen einer zu freien Auslegung den Kontakt zur Familie, dann geht sie “verloren”, dann ist auch die Obacht auf das Kind verloren. Das darf nicht passieren.

Wenn die Schweigepflicht für Ärzte (für Pfarrer und Seelsorger? für Anwälte?) zusätzlich gelockert wird, was fällt darunter? Wer wird angezeigt oder anonym gemeldet? Die psychisch kranke Apothekerin? Der labile Supermarktleiter? Der kaufsüchtige Broker? Piloten und Zugführer, Kreuzfahrtschiffkapitäne und Busfahrer, die reaktionäre politische Meinungen vertreten oder sich religionistisch äußern? Im Politischen gibt es immer Schlupfwinkel, aber wem vertrauen sich die Kranken dann an? Vertrauen bedeutet in der Arzt-Patienten-Beziehung Hoffnung auf Heilung.

Es ist verständlich, dass nach einem Unglück wie dem Absturz der Germanwings-Maschine nach allem gesucht wird, was so etwas in Zukunft verhindern hilft. Aber nun mal ehrlich: Wird es das je geben? Stets passieren Dinge, die wir “uns vorher nicht vorstellen konnten”, das Wüten eines Tsunamis, der 11.September, Brände und Katastrophen. Die Suche nach mehr Sicherheit, noch mehr Eventualitäten auszuschließen, ist menschlich, aber illusorisch. Terroristen werden andere Wege finden. Der menschliche Geist, ob krank oder ideologisch verwirrt, findet immer eine neue Möglichkeit. Wie die Natur, der wir entspringen.

Der Spiegel zum Thema

Emil dricker kaffe*

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Wir waren in diesem netten Café, ganz in Weiß und Blau, ganz skandinavisch, ganz angenehm. Nur im Vorbeigehen entdeckt, aber der Kaffeedurst lässt einen so manches erschnuppern. Und damit es nicht die zigste Café latte macchiato mit Shot oder ohne beim Sternendollar wird – hier hinein.

“Ohje, Papa, das ist was für Dich”, ruft die Große, als sie als Vorhut die Treppen wieder runtergesprungen kommt.
“Achja?”, sage ich und ahne Schlimmes. Soviel Ironie ist sonst selten.

Drinnen wiederholt sich das Weiß und Blau und vermischt sich mit dem Pastell der Schlabberlätzchen, Fleecemützchen und Tragetüchern, der … geschätzt … zehn Müttern mit Kleinkindanhang. Ich scanne kurz das Terrain. Hinten links ein eingebretterter Krabbelbereich, ein greinendes verrotztes Etwas streckt bereits die Arme aus, rechts daneben der ältere Bereich mit Sitzmöbelchen und politisch korrekter Lektüre von Lindgren, Carle und Nordqvist. Ein Holzschaukelmotorrad rundet die Einrichtung dieses Bereiches ab – Marke “schaukel nicht so hoch, da sind in der Praxis schon einige abgestürzt”.

Davor die erwähnten weißen Möbel – alles ikealike, schwedisch hübsch, im Kreuzmuster, rustikal, aber luftig, wie die Verandaumzäunungen in Sma- oder Södermanland. Wir ergattern einen Tisch weiter links, zum Fenster hin, jetzt sind wir die einzige komplette Familie. Da soll noch jemand sagen, die deutsche Familienkultur ändere sich. Von wegen: Hier sehe ich da zwei Muttis mit stillbereiten, nein, falsch, bereits angelegten Säuglingen, dort vier Frauen mit größeren Kindern auf dem Schoß. Jedes der acht Händchen im Puderzucker oder der Sahne der bestellten Waffeln eingetunkt. Und schließlich eine Oma mit Tochter und Enkelin, rechts außen, die Kleine als einzige hier im Laufalter…, Verzeihung, korrekter: Trotzalter. Nicht zu überhören.

Meine Frau ist entzückt, die Kinder lassen sich anstecken, ein Oh für die geblümten Tässchen, ein Ah für die Spinatwaffeln, ein Wow für die moderaten Preise und ein Hui meinerseits für die angepriesenen Kühlpacks und “Arnica-Globuli”. Im kleinen Regal werden brave Holle-Breichen und organische Tees präsentiert, der Blick durchs Fenster lässt den sonnigen Hinterhof (auch in weiß und blau und, ok, grün) erahnen – aber leider ist gerade Februar.

Ich genieße meinen Kaffee (doch, es gibt hier tatsächlich “nur” Kaffee), und auch die Mandelkuchentorte ist eine Wucht. Die Lautstärke schwillt weiter an, den Kinderchen wird langweilig, da ihre Mütter ihre Tees und Proseccos getrunken haben und die Sahnewaffeln zerfasert auf den Tischen verteilt sind. Wir befinden uns auf einem Spielplatz mit Kaffeeautomatenanschluss. Das ist korrekt, das geht in Ordnung. Die Zielgruppe ist klar definiert. Wenn ich den Globulihinweis nicht gleich am Anfang in der Speisekarte entdeckt hätte, wäre ich sicher unvoreingenommener gewesen. So aber wartete ich ständig auf das Unvermeidliche: Der Ruf nach denselben.

Er blieb aus.

Lönneberga – Mainz. Warum nicht…

[Dies ist kein sponsored post. Dank der erwähnten Zuckerkügelchen passt es aber in die topics dieses Blogs. Meine Rechnung habe ich selbst bezahlt.]
* Michel trinkt Kaffee (freie Übersetzung)

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