Schmeckt´s?

Mutter: „Das Ibu.flam hat gar nichts gebracht, ich will wieder das Nu.ro.fen!“
Ich: „Kann ich Ihnen gerne aufschreiben, aber die Wirkung ist die gleiche. Der Apotheker muss das sowieso austauschen, weil Ihre Krankenkasse einen Rabattvertrag mit dem Hersteller hat.“
Mutter: „Ja, genau, das hat mich auch geärgert, das der mir was anderes gegeben hat, als Sie aufgeschrieben haben.“
Ich: „Das muß er eben, liegt an den Krankenkassen.“
Mutter: „Trotzdem: Wie kann das das Gleiche sein, wenn´s nicht wirkt?“
Ich: „Der Wirkstoff ist der gleiche, Ibuprofen. Das heißt nur anders. Wirken tut´s genauso.“
Mutter: „Aha. Aber außerdem schmecken Ibu.flam und Nu.ro.fen verschieden.“
Ich: „Ich weiß. Aber beide sind sonst gleich. Das ist wie Pepsi-Cola und Coca-Cola.“
Mutter: „Das schmeckt doch auch ganz anderster.“
Ich: „Schon. Aber in beidem ist eigentlich das Gleiche drin.“
Mutter, murmelnd: „Cola trinkt der Jan-Luca sowieso nicht“, zu mir: „Jetzt schreiben´s halt das Nu.ro.fen auf, damit er endlich wieder gesund wird!“

Sanfte Medizin

Vater: „Der hustet jetzt seit zwei Wochen.“
Ich: „Kenn ich. Mache ich auch grad durch.“
Vater: „Und, was machen Sie da?“
Ich: „Kamillentee, Lutschbonbons, viel an die frische Luft und früh ins Bett gehen.“
Vater: „Und damit wollen Sie meinen Sohn jetzt abspeisen?“
Ich: „Sie haben gefragt.“

Sonst wird immer gefragt: „Und, würden Sie Ihren Kinder diese Medikamente auch geben, wenn das jetzt Ihr Kind wäre?“
Ja, Mensch, Ja!

Teaser: Welttag des Buches

Ich bin ja kein eigentliches Buchblog, aber mein Autor hier liest schon sehr gerne, und schreibt hie und da bescheidene Rezensionen und diese „Habe ich gelesen in diesem Monat“-Kolumne, also dann trotzdem:

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Wie schon 2014 und 2015 beteilige ich mich auch dieses Jahr wieder an der Aktion „Blogger verschenken Lesefreude“ – zum Welttag des Buches am 23.April 2016. Ich schreibe hier noch ins Unreine, soll nur ein Appetithäppchen sein, deshalb weiß ich nicht, welche Aktion genau am 23.April hier über die Bühne geht. Aber Bücher zu Verschenken gibt´s… auf jeden! Wer solange schmökern will, welche tollen (jahaa: echte Bücher-)Blogs noch so bei der Aktion mitmachen, sei die Teilnehmerliste mit Links (>250) empfohlen.

Also – schaut wieder rein und … Lest!

Gibt’s da nicht auch was von der Homöopathie? Netzwerk geht online.

Mutter: „Und kann man da auch was Homöopathisches geben?“
Ich: „Ganz ehrlich? Das ist nicht meine Medizin. Ich glaube nicht dran.“
Mutter: „Aha. Und wie wirkt das überhaupt?“
Ich: „Die Homöopathen sagen, wenn etwas krank macht, dann kann es in hoher Verdünnung gesund machen.“
Mutter: „Also mit den Globuli?“
Ich: „Ja, man nimmt einen Ausgangsstoff und verdünnt diesen. Gängig ist zum Beispiel einen Tropfen auf eine Badewanne. Oder auch einen Tropfen pro Nordsee oder gleich das Volumen des Universums. Laut den Homöopathen wird dadurch der Wirkstoff verstärkt.“
Mutter: „Wieso verstärkt?“
Ich: „Weil eine Form von Energie auf die Moleküle der Verdünnung übergehen, ein Gedächtnis bleibe erhalten. Sagen die Homöopathen.“
Mutter: „Und was nimmt man da für Wirkstoffe?“
Ich: „Bestimmte Heilpflanzen…“
Mutter: „…ah, natürlich also…“
Ich: „Aber auch Giftstoffe oder auch Sachen wie… Gebärmutterzellen oder Hundemilch. Steht so im Internet. Das kann man kaufen.“
Mutter: „Aber die werden ja verdünnt.“
Ich: „Bis unter die Nachweisgrenze. Chemikalisch.“
Mutter: „Sind in den Verdünnungsmitteln…“
Ich: „Das sind meist alkoholische Lösungen.“
Mutter: „…ja, sind da nicht auch andere verunreinigende Sachen drin?“
Ich: „Ja, aber die spielen wohl keine Rolle, laut den Homöopathen werden diese Stoffe bei der Verdünnung nicht verstärkt, sondern nur die, die verstärkt werden sollen.“
Mutter: „Aha. Das finde ich etwas unverständlich. Und warum wirken dann bei vielen die Globuli, wenn da eigentlich gar nichts drin ist?“
Ich: „Naja, laut den Homöopathen ist da schon etwas drin. Ich denke, dass da vor allem der Placeboeffekt wirkt.“
Mutter: „Ich bekomme etwas von einem Mediziner und erwarte eine Besserung, weil ich ja ein Medikament nehme.“
Ich: „Ja, abgesehen davon, dass Sie kein Medikament einnehmen, sondern nur Zucker, und der Mediziner in den meisten Fällen ein Heilpraktiker ist.“
Mutter: „Oder ein Apotheker. Oder meine Nachbarin. Die hat mir auch schon Sachen empfohlen.“
Ich: „Und, hat’s gewirkt?“
Mutter: „Beim letzten Sturz habe ich Manuel Arnica gegeben. Aber ob das jetzt gewirkt hat oder das Kühlpäckchen oder das Schokoeis, was ich ihm spendiert habe… keine Ahnung. Nach dem Eis war jedenfalls alles gut. Bei den Globuli alleine hat er noch ganz schön geweint*.“

Zugegeben: Der Dialog setzt sich aus mehreren Gesprächen zusammen, die ich in letzter Zeit mit Eltern (ja, auch Vätern) geführt habe. Homöopathie ausprobieren, das machen sicher viele. Auch wir haben der Ersten Glaubuli zum Zahnen gegeben, weil das alle in der Krabbelgruppe so machten, und man möchte ja nichts unversucht lassen. Aber dennoch hinterfragen immer mehr Leute die Homöopathie sehr kritisch. Und kommen davon wieder ab. Ein Zeitenwandel ist zu spüren.
Vielleicht kapieren es jetzt auch noch die Krankenkassen, dass sie diese Glaubensmedizin nicht weiter finanzieren sollten.

Gestern ist das (Informations-)Netzwerk Homöopathie online gegangen, und das gleich mit zwei Seiten:
Die offizielle Homepage des Netzwerks – mit Vorstellung und FAQ rund um die Verdünnungsmedizin, außerdem Schilderung von Positiv- und Negativbeispielen der Behandlung mit Globuli.
Homöopedia – Ein Lexikon der Homöopathie, sukzessive werden hier Informationsartikel zu Einsatzgebieten der Homöopathie, einzelnen Wirkstoffen, aber auch physikalisches Grundwissen und Studien zur Homöopathie präsentiert.

*Erstverschlimmerung…

Vielen Dank an Frau K

Juchhu, ein Geschenk, ein Geschenk! 

Ich danke vielmals Frau Kanne für das Überraschungspäckchen, das via Mittelsmann/frau heute bei mir eintraf:

 Und noch viel größeren Danke für die Blumen über e-mail, deren Komplimente noch mehr mein Herz erzücken als das postalisch Gesendete. Ich nehme all das zum Anlass, mich noch mehr beim Bloggen anzustrengen, auf dass die Leser ihre Freude haben.

Stay tuned.

Gelesen im März

Auslöschung von Jeff VanderMeer (Übersetzt von Michael Kellner)
Ein seltsames Buch. Ich war am Anfang verwundert, ob ich die Schilderungen langweilig fand oder faszinierend, immer die Frage „Wo soll das hingehen?“. „Auslöschung“ ist Teil einer „kultigen“ Trilogie im Science Fiction Stil, ein wenig Area 51, ein wenig Akte X, ein wenig „Lost“. Das alles aus der Erzählperspektive einer Wissenschaftlerin, die, wie alle Protagonisten, keinen Namen hat. Am Ende überwiegt das Gefühl, hier wird ein Haken ausgeworfen, um den Leser zu ködern, wie es nun weitergeht. Noch ist meine Neugier nicht allzu groß. (3/5)

Heimkehr von Toni Morrison (Übersetzt von Thomas Piltz)
Die Literaturnobelpreisträgerin schreibt ein kurzes Buch über …ja, Schwarze in den USA kurz nach dem (Korea?-)Krieg, über eine Familientragödie (-geschichte?), eine Liebesgeschichte, im Englischen sicherlich in eigenwilligem Stile geschrieben, in der Übersetzung etwas gestelzt. Ich habe meine Probleme mit Morrisons Büchern, dieses habe ich nur durchgelesen, weil die Seitenzahl überschaubar war. Sonst hielt sie mich nicht so lange im Buch fest. Sicher Weltliteratur, aber nichts für mich. (2/5)

Immun: Über das Impfen – von Zweifel, Angst und Verantwortung von Eula Biss (Übersetzt von Kirsten Riesselmann)
Eula Biss schreibt als Mutter ein Buchessay über das Impfen. Ihr Verdienst ist, dass sie niemanden in die Ecke stellt und mit dem Finger zeigt. Sie wertet ihre eigene Impfeinstellung nicht höher als die anderer, sondern schildert teils emotional, teils sachlich, teils philosophisch den Weg ihrer Entscheidungsfindung. Dabei zitiert sie eine Vielzahl an Quellen aus der Medizin, der Philosophie und der einschlägigen „Berater“ in den USA. Ihre Hauptentscheidungshilfe ist aber ihr eigener Vater, ein Arzt. So wird ihre Einstellung – wie bei allen Eltern – geprägt von der eigenen Sozialisation. Etwas irritiert hat mich das wiederholte Bemühen des Vampirs als Metapher für das Impfen – für mich nicht mal bildlich nachvollziehbar. Ein Lektor mit mehr Aufmerksamkeit hätte dem Buch dazu noch gutgetan – zuviel Redundanz. Trotzdem: (5/5)

Das Wettangeln von Siegfried Lenz
„Siegfried Lenz´ letzte, noch nie veröffentlichte Erzählung“, herausgegeben als Bilderbuch mit Zeichnungen von Nikolaus Heidelbach. Eine hübsche Geschichte, deren Bedeutung im Nachwort von Günter Berg ein wenig gewinnt, beim spontanen Lesen aber seltsam beliebig daherkommt. Naja. (2/5)

Dead Heart von Christian De Metter
Sehr spannende Graphic Novel nach einem Roman von Douglas Kennedy über einen abgebrannten Typen, der sich nach einer Affäre mit einer Anhalterin in einem abgelegenen Dorf voller Inzest und dikatorischen Strukturen wiederfindet. Gruselig, toll gezeichnet. (4/5)

Revival 3: Ein ferner Ort von Tim Seeley und Mike Norton
Ok, der dritte Teil der Reihe „Revival“ – genauso öde wie die anderen. Ihr hattet Eure Chance. (1/5)

Trabanten von Frank Schmolke
Das wiederum war ein Hochgenuß: Ein Comic aus deutscher Feder, spielt in München der 80er Jahre, schwarzweiß, düster, wie ein Film gezeichnet mit Großaufnahmen und Details, zerbrochene Zeichnungen wie der Hauptdarsteller. Franz kommt aus dem Knast und bekommt keinen Fuß auf den Boden. Kurze Lichtblicke werden von Schatten ausgeknipst. Keine Hoffnung. (5/5)

Wenn das Land still ist von Carsten Kluth (Hörbuch gelesen von Heikko Deutschmann)
Ein Zufallsfund auf Spotify, ich wußte nichts von dem Buch, von dem Autor, dem Inhalt. Eine Ehegeschichte vor politischem Hintergrund, ein Politikeraufstieg und -fall und was die Familie dabei ausrichten kann. Ein interessanter Einblick in den Lobbyismus der Wirtschaft, besonders reizvoll, da aus der Wirtschaft der Umwelttechnologie. Der Kanzler taucht auf – ja, der – , außerdem noch ein wenig Xenophobie in Deutschland und Kriminelle. Ich habe es gerne gehört, auch dank Heikko Deutschmann, vielleicht zum Lesen nicht ganz so gut. (4/5)

Der Schneesturm von Vladimir Sorokin (Übersetzt von Andreas Tretner, Hörbuch gelesen von Stefan Kaminski)
Und noch ein Zufallsfund, mein Buch des Monats. Sorokin sei DER zeitgenössische Schriftsteller Russlands, seine Geschichten sind fantasievoll, surreal und trotzdem im traditionellen Erzählstil pointiert gesetzt. Liebevolle Charaktere im Sinne Tolstois oder Tschechovs, denen unvorhersehbare Dinge geschehen. Selten war ich so froh, rein gar nichts über ein Buch gewußt zu haben – das sind die größten Entdeckungen. (5/5)

[Dieser Text enthält so genannte Affiliate Links – siehe Impressum]

Fundstücke

*** Über Spiegel online kam ein schöner Artikel zu Kopfschmerzen im Kindesalter eingeflattert, den ich hier gerne weiterschicken möchte – an alle Lesereltern mit leidenden Kindern. Bitte: Kopfschmerzen bei Kindern – Aufhänger ist ein neues Video des Deutschen Kinderschmerzzentrums:

*** Sind „Trommelfellröhrchen“ ein Problem beim Schwimmen und Tauchen? Neuere Erkenntnisse sagen nein – erfahrene HNO-Ärzte sagen das schon lange. Es braucht schon einiges an Wasserdruck, um durch die Röhrchen Wasser eindringen zu lassen. http://www.evidentlycochrane.net/children-with-grommets-worth-the-bother/

*** Ein etwas älterer Artikel über die Globulisierung des Kreißsaales, also dem Einfluß der Hebammen auf die jungen Eltern, bereits peripartal auf Glaubuli zu setzen, statt sich auf ihre ureigensten Fähigkeiten zu verlassen.

*** Rafik Schami und die Flüchtlinge – ein Interview.

*** Achtung, nichts für Prokrastinierer: Jeder Musikstil in einer Soundwolke – von akustisch bis elektrisch, von traditionell zu hochaktuell – alle mit Second-Cloud und Musikbeispielen und auf der letzten Wiese verlinkt zu Spotify.

*** Harald Martenstein mal ganz anders – vom Leben mit dunklen Momenten.

*** Und für alle Star-Wars-Fans. Vergleiche:

 

Vom Wechseln des Arztes

fMFA: „Boss? Die Familie Bielck* möchte gerne zu uns wechseln, wegen Umzug und so. Aber ich seh grad, sie waren vorher bei Dr. Schwurbel* und die Kinder sind bisher nur Tetanus geimpft.“ [5 Jahre, 3,5 Jahre und 17 Monate alt]
Ich: „Was haben Sie mit der Mutter besprochen?“
fMFA: „Dass sie gerne wechseln darf, wenn sie die STIKO-empfohlenen Impfungen durchführen lassen möchte. Will sie aber nicht.“ [Wir tun niemandem einen Gefallen, wenn wir das nicht vorher klarstellen. Eltern sind sonst unnötig enttäuscht.]
Ich: „Warum bleibt sie dann nicht beim Kollegen Schwurbel? So weit weg wohnt der nun auch nicht.“
fMFA: „Sie meinte, der hätte wohl letztens eine Bronchitis übersehen.“
Naja. „Übersehen“ wird ja gerne und schnell interpretiert. Wer weiß, wie zügig sich aus einer banalen Erkältung eine Bronchitis entstehen kann, dürfte großzügiger im Urteil sein. Und Kollege Schwurbel ist trotz seiner impfkritischen Einstellung ein erfahrener Arzt.

Die Mutter saß jedenfalls mit der Tochter im Sprechzimmer, es gab Ohrenschmerzen.
Also: Vorstellung bei Mutter und Kind, Untersuchung, Besprechung:
Ich: „Das Ohr ist ganz schön rot, da drückts ziemlich von innen ans Trommelfell. Tut bestimmt weh.“
Mutter: „Ja, Mira-Lou weint schon die ganze Nacht.“
Ich: „War’s denn nach einem Zäpfchen oder Saft etwas besser?“
Mutter: „Ach nein, gegeben habe ich nichts.“
Ich: „Alles klar. Dürfen Sie aber jederzeit. Sie muß das nicht aushalten.“
Mutter: „Ich dachte, es sei nicht so schlimm.“
Ich (nachdem ich bei der fMFA eine Dosis Ibu organisiert habe): „Jedenfalls schreibe ich Ihnen ein Antibiotikum auf, im linken Ohr staut sich schon der Eiter, das wird vielleicht noch aufgehen.“
Mutter: „Okay. Gibts da auch was…“, [von Ratio.pharm?] „… Natürliches?“
Ich: „Nichts, was ich Ihnen empfehlen würde.“
Mutter: „Ohrentropfen?“
Ich: „Nein.“
Mutter: „Warmes Öl?“
Ich: „Äh, nein.“
Mutter: „Aber Globuli?“
Ich: „Mmh, nein.“
Mutter: „Und wie kann ich Ohrenentzündungen verhindern?“
Ich: „Zum Beispiel mit Impfungen. Häufige Erreger sind Pneumokokken, und die kann man impfen.“ Konnte ich mir nicht verkneifen.

Die Mutter hat das Rezept mit dem Antibiotikum zwar mitgenommen, nach diesen Gesprächen weißt Du aber manchmal nicht, ob die Kinder die nötigen Medikamente bekommen. Die Gesprächsebene hat nicht gepasst, die Erwartungen und Angebote waren nicht deckungsgleich, keine guten Voraussetzungen für Therapiecompliance. Dem Kind hilft es nicht, denn zwei Erwachsene haben ihre Positionen ausgetauscht. Die Mutter wollte keinen Paternalismus in der Behandlung ihrer Tochter, der Arzt verhielt sich unprofessionell. Eine Lösung ist schwierig zu finden. Schade. Das Thema Wechsel war zumindest auch kein Thema mehr.

*Namen wurden geringfügig geändert.

What?


Hallo ,
Mein Name ist Julia Hummel* und ich arbeite für Mildred*, eine internationale digitale Media-Agentur in London. Auf meiner Suche nach interessanten Blogs bin ich auf Ihre Website https://kinderdoc.wordpress.com// gestoßen. 
Das Layout ist mir sofort positiv aufgefallen, aber ganz besonders gefallen mir die Beiträge in der Rubrik „Urlaub“. Ich habe einige weitere Beiträge gelesen und kann sagen, dass der Rest ebenfalls bemerkenswert ist. Tolle kontinuierliche Leistung! 

Mildred arbeitet mit Bloggern zusammen und hilft ihnen hochwertige Artikel, Anleitungen und Rezensionen zu verfassen. Wir erstellen Texte u.a. über Reinigungsmethoden, weshalb ich Interesse daran hätte, einen Artikel für Ihren Blog zu schreiben. Dieser wäre nicht werblicher Natur, würde allerdings einen Link zu einer spezifischen, themenrelevanten Webseite enthalten. Er würde informativ und exklusiv sein und würde Ihren Lesern einen Mehrwert bieten sowie Ihr Themenangebot erweitern.

Hier ein Beispiel von einem unserer Artikel: [gelöscht]

Da wir Ihre Webseite besonders interessant finden, wollten wir fragen, ob Sie Interesse hätten, mit uns zusammenzuarbeiten, um zusätzliche Inhalte für Ihren Blog zu schaffen?

Wenn Sie an einer solchen Zusammenarbeit Interesse haben oder Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Beste Grüße,
——-

Jetzt haben die Spams schon meinen kinderdoc-Account erreicht. Meinen die wirklich, das Blogger ernsthaft auf ein solches Gedrödel antworten? 

*Namen geändert

Besinnung im alltäglichen Grippewust

Jedes Kind ist speziell, jeder Virus auch, jede Mutter, jeder Vater, jede Familie. Jeder Fieberverlauf nimmt seinen eigenen Gang, jeder Rotz, jeder Husten, jedes Zipperlein. Jede Minute, die Eltern am Bett ihres Kindes verbringen, spät in der Nacht, mit der kühlen Hand auf der heißen Stirn oder massierend über den wehen Bauch. Jede Ohrenweh sind eigen, jedes Halskratzen, jeder müde, flaue und schmerzende Kopf. Jede Stich der Impfung, jede Blutabnahme, jede Sorge, weil vierzig Grad Fieber, jedes Schreien in der Nacht, jede Blähung, jede Kolik, jedes rote Auge. Jeder Schreck am Morgen, wenn die Nase blutet oder das Kind weinend auf der Toilette verbringt, weil der Magen das Frühstück nicht mehr hält.
Jedes Mal scheint der Verlauf gleich, doch jedes Mal ist er neu.
Die Flut der Kinder, die in die Praxis kommen, jede mit dem gleichen oder ähnlichen Wehwehchen, jeder Anruf scheint genauso, jede Frage der fMFA, jede Terminvereinbarung, jede Vertröstung, dass die Praxis erst zum späten Nachmittag einen Termin hat, jedes Bedauern, dass sie womöglich gar keinen Termin mehr anbieten kann.
Bei jedem Türeöffnen, dem hundertsten Mal an diesem Tag, bei jedem Erfragen des Verlaufes, der Symptome und des Befindens bedeutet es, da zu sein, frisch zu sein, interessiert zu sein, wachsam zu sein, zuzuhören, neu zu hören, neu zu tasten, neu zu sehen, abzuwägen, neu zu ordnen und neu und individuell und speziell zu entscheiden, zu beraten und zu verordnen.
Besinne Dich, Doc, auf das tägliche Neuerleben in jeder Familie, bei jedem Kind, bei jedem Patient. Die Menge verklärt den Blick auf das Einzelne. Das Alltägliche Deiner Praxis ist nicht das Alltägliche Deiner Patienten. Dein eigenes Kranksein magst Du vielleicht selbst einordnen in der profanen Grippewelle, wenn Du Dich selbst bei Dir Doktor nennst, aber als Patient bist Du spätestens dann so alltäglich wichtig wie jeder andere auch. Erwartest Du das von Deinem Gegenüber, dann erwarte das auch von Dir. Jeden Tag.

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