Fragen an Kinderärzte aus dieser Welt III

Zum Dritten – Kollegin Cornelia Strecker hat auf meinen Aufruf reagiert und die zwanzig Fragen an „die echten Kinderärzte dieser Welt“ beantwortet. Vielen Dank dafür.cropped-logo_klein-jpg

Frau Strecker arbeitet mit ihrer Kollegin in einer Gemeinschaftspraxis im thüringschen Apolda – ein Foto habe ich von ihr leider nicht gefunden😉

 

20 Fragen an die Kinderärztin:

1) Warum Kinderarzt und nicht Urologe?

Das war nie die Frage. Schon alleine, weil man da operieren muss.

2) Ihr Prüfungsthema in der Facharztprüfung?

Kindesmisshandlung, Morbus Crohn, Fieberkrampf, OTC-Mangel beim Neugeborenen (bzw. eher die gesamten Differentialdiagnosen bei einem Kind, das am 2. LT „verfällt“), Neugeborenenkrämpfe, Obstipation

3) Was, wenn nicht Kinderarzt?

Keine Ahnung. Fürs Studium habe ich zwischen Medizin und Biologie geschwankt. Aber auch eine Hebammenausbildung (allerdings ohne allzu viel darüber zu wissen, wie ich später merkte) war in den Überlegungen. Im Studium kam Innere und Neurologie noch in Betracht. Aber nach der ersten Famulatur auf der Neuropädiatrie war die Wahl gefallen. Ich kann mir nichts vorstellen, bei dem ich so zufrieden wäre.

4) Wie lange werden Sie diese Woche in der Praxis arbeiten?

Mit Nachbereitung ca. 35 h.

5) Einzelkämpfer oder Teamplayer?

Teamplayer!

6) Gibt es etwas, was Sie an der heutigen Medizin ärgert?

Vieles an Bürokratie.

7) Was möchten Sie jungen Eltern auf den Weg geben?

Mehr auf das eigene Gefühl und das Kind vertrauen, nicht dauernd zu vergleichen und dabei die schöne Zeit zu verpassen. Sie sollten nicht Zahlen hinterherjagen, sondern das Kind im Blick haben, z.B. „wir behandeln kein Thermometer, sondern ein Kind“.

8) Gibt es ein Buch oder eine Website, das/die Sie Eltern ans Herz legen?

Mein Kind will nicht essen von Gonzales, Schlafen statt Schreien von Pantley

9) Beruf ist Berufung oder Pflicht?

Berufung

10) Welches Kind werden Sie aus Ihrer Arbeit niemals vergessen?

Am meisten in Erinnerung geblieben sind mir die Kinder von der Psychosomatik (mit inhaltlich nahtlosem Übergang zur KJP, aber zugehörig zur Pädiatrie). Die Hintergrundgeschichten der Familien, die Arbeit mit den Eltern und das Leid der Kinder mit diesen hat mich oft sehr betroffen gemacht. Vermutlich könnte ich diese Arbeit auch nicht auf Dauer schaffen. Da habe ich viele Kinder abends in Gedanken mit nach Hause genommen und morgens wieder mit zur Arbeit gebracht. Insbesondere ein 12jähriges Mädchen ist mir in Erinnerung, die ich erstmalig im Dienst mit 1,8 Promille von der Polizei gebracht bekam und später in der Psychosomatik erleben durfte. Sie wirkte bereits jugendlich vom Äußeren, verhielt sich oft sehr schwierig, aber wünschte sich täglich und durchgehend über die ganzen Monate des Aufenthaltes eine Pflegefamilie mit einer Pflegemutter. Sie wollte in keine Mädchen-WG, in kein Jugendwohnen oder Heim, sie wollte unbedingt eine Mutter. Die eigene Mutter war zwar körperlich anwesend, aber nicht emotional und aus diesem Mädchen schrie alles nach einer Mama.

11) Die ewige Frage: Behandeln Sie die Kinder in der Praxis genauso wie Ihre eigenen Kinder?

Ich versuche es, aber habe damit nicht immer Erfolg. Meine beiden Kinder halten viel „wait and see“ aus, die Eltern meiner Patienten (noch?) nicht so viel.

12) Kaffee oder Tee?

Hauptsächlich Tee, aber immer gerne zwischendurch auch mal Espresso.

13) Fahrrad, Laufen oder Auto?

Am liebsten Fahrrad, aber leider auch viel Auto wegen des Arbeitsweges, Laufen auch gerne.

14) Rock´n´Roll oder Klassik? Beatles oder Stones?

Hauptsächlich elektronische Musik.

15) Computer oder Karteikarte?

PC ausschließlich

16) Globuli oder Abwarten?

Abwarten, aber manchmal helfen die Globuli beim Abwarten.

17) Impfen oder Abhärten?

Impfen

18) Ihre aktuelle Verfassung?

Gut, wenn nur die langweilige Fortbildung am Wochenende nicht wäre. (Stichwort 04356)

19) Ihr Motto für den Praxisalltag?

Hm, fällt mir keins ein.

20) Wichtige unbeantwortete Frage?

Auch da fällt mir nichts ein.


ok, über die Globuli müssen wir noch reden … Danke für die Antworten!

Gelesen im Mai

Nur zwei „richtige“ Bücher gelesen diesen Monat, dafür zwei echte Wälzer, über sechshundert Seiten stark. Ich tue mich im Alter etwas schwer mit diesen dicken Dingern, schon zuviele habe ich nach einem Viertel einfach beiseite gelegt, weil sie mich nicht mitgenommen haben.

Kapital von John Lanchester
(Übersetzt von Dorothee Merkel)
„Kapital“ wollte ich eine Chance geben, ich fand das Konzept des Romans (die Geschichte einer Straße und seiner Anwohner in London) interessant, jedes Kapitel springt zum nächsten Protagonisten und erzählt die jeweilige Story fort. Der rote Faden ist die Straße, mysteriöse Postsendungen und Vandalismus. Manche Charakter haben mich gefesselt, manche nicht so sehr, ich hatte den Eindruck, Lanchester habe das Buch zu sehr „geplant“ und dann die Kapitel auf seinem Corkboard hin- und hergeschoben, bis es stimmig war. Die Auflösung der Kriminalgeschichte war etwas öde, die Sujets (Wirtschaftskrise, Alte Leute, Ausländer, Dschihad, Liebe) ein wenig zuviel des Guten. Dennoch: Ein Leseerlebnis, kann man empfehlen. (4/5)

Unterleuten von Juli Zeh
Ein Lieblingsbuch der Deutschen in diesem Frühjahr. Die intelligente Juli Zeh bringt einen neuen Roman raus, manche ihrer Bücher waren mir zu seicht oder zu konstruiert, das hier ist ein Hammer, sicher ihr bestes Werk bisher. Erzählt wird das Leben in einem ostdeutschen Dorf, in dem Windkrafträder aufgestellt werden sollen. Dass das beim Öko-Zugezogenen, beim Ex-Stasi, beim alt eingesessenen Bauern und dem Neu-Kapitalisten, außerdem beim ganz normalen Volk zu Wirrungen führt, kann man sich denken. Exemplarisch vielleicht für Vorgänge in vielen anderen Dörfern destilliert Juli Zeh jeden einzelnen Charakter auf seine dunklen und hellen Seiten. Die Zustände und Meinungen wechseln während des Buches, die Winkelzüge der Kommunalpolitiker und Dorfältesten sind raffiniert, die Klischees der Zugezogenen treffsicher beschrieben. Dazu noch eine süffige runde Sprache. Lesen!
Ganz lustig übrigens: Ich habe das Buch als ebook gelesen, und die erwähnten Hyperlinks im Buch lassen sich tatsächlich anklicken und führen den Leser auf (konstruierte?) Websites zu Windkraftanlagen oder Pferdezüchtern. Witzig. (5/5)

Nachruf auf den Mond von Nathan Filer
(Übersetzt von Eva Bonné, Hörbuch von Hanno Kofler)
Ok. Der Mond ist der große Bruder Simon des Erzählenden. Der Bruder stirbt, der kleine Bruder ist schizophren, der Tod ein Auslöser für eine handfeste Lebenskrise. Die Geschichte dümpelt so vor sich hin, eigentlich ist alles absehbar, das Ende nicht überraschend, dennoch gibt es schöne Stellen, vor allem die erzählten Rückblenden der Momente zwischen den Brüdern. Der Vorleser Hanno Kofler ist jetzt nicht so mein Topkandidat, aber seine jugendliche Stimme musste wohl passen. (3/5)

Die Sache mit Sorge: Stalins Spion in Tokio von Isabel Kreitz
Eine Graphic Novel über den Topspion Stalins in Japan während des zweiten Weltkrieges. Sorge warnte Stalin vor dem Überfall Hitlers auf die Sowjetunion – ihm wurde nicht geglaubt. Das Buch ist aufgebaut wie ein Dokumentarfilm, eine interessante Lehrstunde aus einer anderen Ecke der Welt während des Dritten Reiches, über das wir in Europa nicht so viel wissen. Ich hatte etwas Probleme mit den vielen Personen😉 – das war mir nicht interessant genug akzentuiert. Sonst ganz nett. (2/5)

Daytripper von Fábio Moon und Gabriel Bá
Hingegen hier ein Supercomic – Die Geschichte eines Todes, der „Daytripper“, der in jedem Kapitel neu lebt und doch wieder stirbt – schwierig zu erklären, aber toll erzählt und fantastisch gezeichnet. „Daytripper“ taucht immer wieder auf den Toplisten der besten Graphic Novels auf – zu Recht. (5/5)

Aufzeichnungen aus Birma von Guy Delisle
Guy Delisle folgt seiner Frau, wenn diese für die Médicins sans frontiéres um die Welt reist, es gibt bereits einen Band aus Pjönjang und Jerusalem, hier folgen wir der Familie in das diktatorische Birma. In kurzen Sequenzen, teils nur seitenlang, erzählt Delisle sein Leben in Rangun, seine Frau als Ärztin, er als Hausmann. Sehr lustig, sehr informativ, sehr empfehlenswert. Nur: Kann der Mann keine Schuhe zeichnen? (5/5)

[Dieser Text enthält so genannte Affiliate Links – siehe Impressum]

Mein Kind geht gerne zur Schule!

Ich lausche einem Telefonat an der Anmeldung.
Die üblichen Begrüßungsrituale, dann:
fMFA: „Um was geht es denn bei Ihrer Tochter?“
… (Gemurmel am anderen Ende der Leitung)
fMFA: „Und seit wann hat sie Fieber?“
… (siehe oben)
fMFA: „Wie oft? Also das Erbrechen?“
… (s.o.)
fMFA: „Und sie ist wie alt? Zehn Jahre?“
… (etc.)
fMFA: „Ok, Moment, ja, ich gebe Ihnen einen Termin, Moment.“
… (Mausklicken, Suche im Terminkalender), dann:
fMFA: „Sie können gerne gleich kommen, so gegen 9 Uhr dreißig?“

fMFA: „Wie, in der Schule?“

fMFA: „Aber…, hat sie nicht Fieber und fünfmal gebrochen in der Nacht?“

fMFA: „Sie wollte in die Schule…? Ist das nicht Ihre Entscheidung?“

fMFA: „Aber sie ist doch krank.“

fMFA: „Und andere Kinder anstecken?“

fMFA: „Ja, gut, wenn Ihre Tochter jetzt mit Fieber in der Schule ist… Dann kommen Sie bitte um 14 Uhr fünfzehn, geht das?“ (… oder ist sie da im Ballett?)

fMFA: „Ich möchte Ihnen gerne empfehlen, nach der Schule den Termin wahrzunehmen. 14 Uhr dreißig. Ja? Die Geigenstunde würde ich dann heute mal sausen lassen. Wissen Sie, wegen Krankheit.“

Pointe?
Die Mutter stand um 10 Uhr mit der Tochter – natürlich ohne Termin – in der Praxis. Sie musste sie aus der Schule abholen, weil sie sich, ja, im Unterricht erbrochen hat.

Happy Towel Day

(starte 1:45)

 

Fragen an Kinderärzte aus dieser Welt II

chef-ganz-neuHier kommt No.2 der Fragen an die Kinderärzte aus dieser Welt.

Wir machen weiter mit dem Kollegen Dr. Matthias Krueger aus Klingenberg, der auf seiner Homepage preisgibt, dass er neben dem Kinderarztsein ein Faible hat fürs Singen und die Schauspielerei. Klingenberg liegt unweit des hessischen Odenwaldes, aber eindeutig noch in Bayern. Direkt am Main.

Außerdem hat er eine wunderschöne Praxis in einem wunderschönen Haus.p1030877-jpg

20 Fragen an den Kinderarzt

kinderdok: Warum Kinderarzt und nicht Urologe?
Matthias Krueger: Seit Kindheit wußte ich, dass ich was mit Kinder machen würde; erst dachte ich Psychologie, dann brachte mich mein Tutor in der Schule auf Medizin (weil ich sehr naturwissenschaftlich angehaucht bin – ich habe es nie bereut.

Ihr Prüfungsthema in der Facharztprüfung?
Röteln-Embroypathie und etliche weitere Sachen (an die ich mich aber nicht mehr erinnere (bei ersterem habe ich mich gründlich blamiert, weshalb es mir noch so bewusst ist); ach ja, und ein Thema war ein Granuloma anulare: wenn ich nicht als Praxisassistent in einer pädiatrischen Praxis gewesen wäre, hätte ich damit nichts
anfangen können….

Was, wenn nicht Kinderarzt?
????

Wie lange werden Sie diese Woche in der Praxis arbeiten?
Da ich Himmelfahrt 24 h Dienst habe -> sehr lang

Einzelkämpfer oder Teamplayer?
Einzelunterhalter

Gibt es etwas, was Sie an der heutigen Medizin ärgert?
Mehr Zeit für Verwaltungskram als für die Kinder….

Was möchten Sie jungen Eltern auf den Weg geben?
Sie sollten sich auf ihre Intuition verlassen und nicht zu sehr durch Internet, Großeltern, Zeitschriften oder sonstige Einflüsterer verunsichern lassen.

Gibt es ein Buch oder eine Website, das/die Sie Eltern ans Herz legen?
Largos „Babyjahre“ und „Kinderjahre“

Beruf ist Berufung oder Pflicht?
Ersteres

Welches Kind werden Sie aus Ihrer Arbeit niemals vergessen?
Meine (z.T. mittlerweile verstorbenen) Palliativpatienten

Die ewige Frage: Behandeln Sie die Kinder in der Praxis genauso wie Ihre eigenen Kinder?
Jo. (ich hatte noch kein eigenes, als ich mich niederließ; meine Richtschnur war aber immer: wie würde ich beim eigenen vorgehen? Daran habe ich nichts geändert, auch als die eigenen kamen)

Kaffee oder Tee?
Kaffee, Espresso, Cappuccino

Fahrrad, Laufen oder Auto?
Auto, gern auch Fahrrad (bin aber mit angehenden 60 Jahren mittlerweile etwas faul geworden)

Rock´n´Roll oder Klassik? Beatles oder Stones?
Jazz, anspruchsvolle Popmusik, Klassik, Sinti-Swing

Computer oder Karteikarte?
PC

Globuli oder Abwarten?
Abwarten

Impfen oder Abhärten?
Impfen

Ihre aktuelle Verfassung?
Müde (ich schlafe in der letzten Zeit nicht sehr gut durch)

Ihr Motto für den Praxisalltag?
Habe ich eines? Nee, eher nicht.

Wichtige unbeantwortete Frage?
Wüßte ich keine


Danke, Herr Krueger. Auf ein Wiederlesen in Pädinform.

5/4

Impfschutz für Eltern

Zur Internationalen Impfwoche nehme sich ein/e jede/r seinen/ihren eigenen Impfpass hervor und schaue nach:

Diphterie: Ist in den letzten 10 Jahren eine Impfung erfolgt?

Keuchhusten: Ist in den letzten 10 Jahren eine Impfung erfolgt?

Tetanus (Wundstarrkrampf): Ist in den letzten 10 Jahren eine Impfung erfolgt?

Poliomyelitis: Wie oft wurdest Du geimpft?
– Viermal? Dann bist Du sicher geschützt.
– Dreimal? Dann bist Du eventuell nicht sicher geschützt – kommt auf den Impfstoff an.
– Zweimal oder weniger? Impfen!

Masern:
– Vor 1970 geboren? oder
– Insgesamt zweimal geimpft? oder
– Als Erwachsener einmal geimpft oder
– Maserntiter nachgewiesen oder
– Vom Arzt bestätigt durchgemachte Masern? – alles klar, sonst impfen!

Das sind die wichtigsten Impfungen, die seitens des RKI für Erwachsene empfohlen werden. Wenn Du Kinder hast, achte auch auf den Impfschutz gegen Windpocken (durchgemacht oder einmal geimpft), eventuell auch gegen Meningokokken C.

Außerdem, wichtiger Tipp: Impformiere Dich über empfohlene Impfungen, Risiken und Nebenwirkungen bei dem Arzt Deines Vertrauens oder vertrauenswürdigen, wissenschaftlich fundierten Seiten im Internet. Meide Elternforen, Schwurbelseiten oder Facebook-Impfkritik-Gruppen.

 

Fragen und Antworten

Wieso ist es besonders für Eltern wichtig, sich impfen zu lassen?
1.) Eltern haben oft engen Kontakt zu Säuglingen, die selbst noch nicht vollständig geimpft sein können und darum besonders gefährdet sind. Keuchhusten z.B. kann für Säuglinge lebensbedrohlich sein.
2.) Junge Erwachsene haben häufig Impflücken.
3.) Erwachsene haben bei bestimmten Erkrankungen z.B. bei Masern ein höheres Risiko für Komplikationen.

Kann es sein, dass der Impfcheck irrt?
Der Impfcheck ist teilweise vereinfacht und ist deswegen nicht in jedem Ausnahmefall korrekt. Im Zweifelsfall halte Rücksprache mit einem Arzt.

Wie gefährlich sind Impfungen?
Impfungen haben auch Nebenwirkungen. Insgesamt ist die Gefahr durch die Krankheit viel höher als die Gefahr durch die Impfung. Auf der Seite http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Bedeutung/Schutzimpfungen_20_Einwaende.html finden sich Antworten zu Einwänden gegen Impfungen.

Gilt dieser Impfcheck auch für Kinder?
Nein, dieser Impfcheck gilt nur für Erwachsene.

Muss ich mich regelmäßig impfen lassen?
Gegen Wundstarrkrampf und Diphtherie muss der Impfschutz alle 10 Jahre erneuert werden. Andere Impfungen (z.B. gegen Masern) hinterlassen einen lebenslangen Schutz.

Wo kann ich mich über Impfungen informieren?
Auf der Seite www.impfen-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es unabhängige und leicht verständliche Informationen. Auch auf der Webseite des Robert Koch-Institutes finden Sie unabhängige Antworten auf alle Fragen rund ums Impfen: www.rki.de/impfen.

Gegen welche Erkrankungen kann man sich noch impfen lassen?
Es gibt Impfungen gegen viele Erkrankungen. Wenn Sie einer Risikogruppe, z.B. medizinisches Personal angehören empfiehlt die STIKO weitere Impfungen. Schauen Sie hierzu auf die oben angegebenen Seiten.

(nach dem „Impfcheck für Erwachsene“ der Nationale Impfkonferenz Berlin, Berlin, 18.- 19. 06. 2015, (c) Creative Commons CCZero)


Übrigens: Das Spiel zum Welttag des Buches läuft noch😉

Welttag des Buches

blogger2015v-w-177x300Ein schöner Tag, ein Lesetag, ein Wochenendtag, was will man mehr. Nehmt Euch ein Buch, nehmt Euch selbst oder ein Kind und lest für Euch selbst oder lest vor, genießt das Teilen der Phantasie.

Um diesen schönen Tag ausreichend zu würdigen: Heute gibts im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ (wie auch schon 2014 und 2015) ein paar Bücher zu gewinnen.

Letztes Jahr hatte ich nach dem ersten Satz eines naheliegenden Buchs gefragt und Eurem Buch für die einsame Insel, das war spannend und produzierte diverse Lesetipps.

Heute gibts ein kleines Quiz: Es folgen die ersten Handlungssätze der vier Bücher, die ich verlose – wer mitmachen möchte, muß diese Sätze den verschiedenen Büchern zuordnen (Bei vielen Büchern gibt es Vorsätze, Vorwörter, Widmungen, Pseudokapitel. Ich habe den ersten echten Satz gewählt.)

Hier die Sätze:

1) „Was ist das?“ fragte Niketas, nachdem er das Pergament in den Händen herumgedreht und einige Zeilen zu lesen versucht hatte.
2) „Heute ist es so weit!“, sagte sich Cate Perry begeistert, während sie sich dranmachte, ihre Lieblingsziege zu melken.
3) Aliide Truu starrte die Fliege an, und die Fliege starrte zurück.
4) Alexandria! Endlich! Alexandria, ein Tropfen hellen Taus, Speichel weißer Wolken.

Nicht wirklich schwer, wie mir grade auffällt…:-)

Und hier die Bücher:

A) Miramar von Nagib Machfus (der Nobelpreisträger schreibt die Geschichte einer kleinen Pension – übrigens eine Spende von Frau Kinderdok)
B) Fegefeuer von Sofi Oksanen (eine kleine Saga aus Estland – packend und politisch)
C) Baudolino von Umberto Eco (Historien-Roman des großen Italieners)
D) Verschlungene Pfade von Anne McCullagh Rennie (für die verliebten Träumer – übrigens eine Spende der Schwiegermutter)

– Du musst ansonsten nur Deine E-mail-Adresse und Nickname im entsprechenden Feld und den Buchwunsch (gerne auch “egal”, gewinnen kann jeder aber nur eins…) in der Kommentarzeile hinterlassen. Die E-mail-Adresse ist nur für mich sichtbar und wird – wie auch die postalische Adresse bei Gewinn – später wieder gelöscht. Bitte keine Namensangaben, Adressen oder e-mail-Adressen direkt im Kommentarfeld (= für alle sichtbar) posten. Was Nettes schreiben ist aber immer drin.
– Wer keinen Buchwunsch postet, kriegt irgendein Buch der Liste.
– Es werden nur die Einsendungen berücksichtigt, die unter diesem heutigen Posting stehen, also da unten (⬇️). Das könnt Ihr aber bis zum 27.4.2016/23:59:59 Uhr machen (ich hab den Einsendeschluss etwas verlängert, für alle, die am Wochenende Besseres vorhaben, als Blogs zu lesen).
– Ein paar Tage nach dem 27.4. (sobald ich dazu komme) verlose ich die Bücher mittels random.org.
– Ich benachrichtige Euch per e-mail, eine Erwähnung mit Nickname gibts hier auf dem Blog natürlich auch. And the winner is…
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Spaß, und… schau ruhig in der offiziellen Homepage vorbei, da gibt’s noch mehr zu entdecken.

image

[Dieser Text enthält so genannte Affiliate Links – siehe Impressum]

Teaser: Welttag des Buches

Ich bin ja kein eigentliches Buchblog, aber mein Autor hier liest schon sehr gerne, und schreibt hie und da bescheidene Rezensionen und diese „Habe ich gelesen in diesem Monat“-Kolumne, also dann trotzdem:

blogger2015-300x156

Wie schon 2014 und 2015 beteilige ich mich auch dieses Jahr wieder an der Aktion „Blogger verschenken Lesefreude“ – zum Welttag des Buches am 23.April 2016. Ich schreibe hier noch ins Unreine, soll nur ein Appetithäppchen sein, deshalb weiß ich nicht, welche Aktion genau am 23.April hier über die Bühne geht. Aber Bücher zu Verschenken gibt´s… auf jeden! Wer solange schmökern will, welche tollen (jahaa: echte Bücher-)Blogs noch so bei der Aktion mitmachen, sei die Teilnehmerliste mit Links (>250) empfohlen.

Also – schaut wieder rein und … Lest!

Besinnung im alltäglichen Grippewust

Jedes Kind ist speziell, jeder Virus auch, jede Mutter, jeder Vater, jede Familie. Jeder Fieberverlauf nimmt seinen eigenen Gang, jeder Rotz, jeder Husten, jedes Zipperlein. Jede Minute, die Eltern am Bett ihres Kindes verbringen, spät in der Nacht, mit der kühlen Hand auf der heißen Stirn oder massierend über den wehen Bauch. Jede Ohrenweh sind eigen, jedes Halskratzen, jeder müde, flaue und schmerzende Kopf. Jede Stich der Impfung, jede Blutabnahme, jede Sorge, weil vierzig Grad Fieber, jedes Schreien in der Nacht, jede Blähung, jede Kolik, jedes rote Auge. Jeder Schreck am Morgen, wenn die Nase blutet oder das Kind weinend auf der Toilette verbringt, weil der Magen das Frühstück nicht mehr hält.
Jedes Mal scheint der Verlauf gleich, doch jedes Mal ist er neu.
Die Flut der Kinder, die in die Praxis kommen, jede mit dem gleichen oder ähnlichen Wehwehchen, jeder Anruf scheint genauso, jede Frage der fMFA, jede Terminvereinbarung, jede Vertröstung, dass die Praxis erst zum späten Nachmittag einen Termin hat, jedes Bedauern, dass sie womöglich gar keinen Termin mehr anbieten kann.
Bei jedem Türeöffnen, dem hundertsten Mal an diesem Tag, bei jedem Erfragen des Verlaufes, der Symptome und des Befindens bedeutet es, da zu sein, frisch zu sein, interessiert zu sein, wachsam zu sein, zuzuhören, neu zu hören, neu zu tasten, neu zu sehen, abzuwägen, neu zu ordnen und neu und individuell und speziell zu entscheiden, zu beraten und zu verordnen.
Besinne Dich, Doc, auf das tägliche Neuerleben in jeder Familie, bei jedem Kind, bei jedem Patient. Die Menge verklärt den Blick auf das Einzelne. Das Alltägliche Deiner Praxis ist nicht das Alltägliche Deiner Patienten. Dein eigenes Kranksein magst Du vielleicht selbst einordnen in der profanen Grippewelle, wenn Du Dich selbst bei Dir Doktor nennst, aber als Patient bist Du spätestens dann so alltäglich wichtig wie jeder andere auch. Erwartest Du das von Deinem Gegenüber, dann erwarte das auch von Dir. Jeden Tag.

Vorherige ältere Einträge

1. Platz in Kategorie Baby und Kinder bei den Hitmeister Superblogs 2012
%d Bloggern gefällt das: