Fisch fürs Baby

„Stillende Mutter: Zweimal pro Woche Fisch verringert Neurodermitis-Risiko beim Baby

Stillende Frauen sollten zweimal wöchentlich Meeresfisch – insbesondere fettreichen Fisch – verzehren und auf eine ausreichende Jodzufuhr achten.

Feeding MomentStillende Frauen sollten zweimal wöchentlich Meeresfisch verzehren, um das Neurodermitis-Risiko ihres Kindes zu verringern, davon einmal besonders fettreichen Fisch wie Hering, Makrele, Lachs und Sardinen. „Diese enthalten sehr viel Omega-3-Fettsäuren, die vorbeugend gegen allergische Erkrankungen wirken, wie in Studien nachgewiesen wurde. Diese Empfehlung wurde deshalb mittlerweile auch in der offiziellen Leitlinie für Allergieprävention aufgenommen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) bei http://www.kinderaerzte-im-netz.de. Da größere Raubfische am Ende der Nahrungskette stehen und stärker mit Quecksilber belastet sein können, sollten stillende Mütter besser auf Hai, Thun- und Schwertfisch verzichten.

Der Fischverzehr der Mutter kann auch die Jodversorgung des gestillten Babys über die Milch unterstützen. Schon eine geringe Unterversorgung mit Jod kann sich u.a. negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken. „Um eine ausreichende Jodversorgung zu gewährleisten, sollten Frauen während der Stillzeit Jodsalz verwenden und Jodtabletten (100 Mikrogramm pro Tag) einnehmen. Wenn allerdings Schilddrüsenprobleme bekannt sind, ist eine vorherige ärztliche Beratung unerlässlich“, empfiehlt Dr. Fegeler. Um nicht versehentlich zu viel Jod einzunehmen und unter Umständen eine Schilddrüsenüberfunktion zu bewirken, ist es sinnvoll, getrocknete Algen und Tangprodukte zu vermeiden, die sehr hohe Joddosen enthalten können.“

Quelle: Monatsschrift Kinderheilkunde – Aktualisierte Handlungsempfehlungen für stillende Frauen


Dies ist eine Pressemitteilung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte BVKJ.

(c) Foto bei Flickr/Craig O Neal

10 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. ellenkamika
    Nov 05, 2016 @ 20:37:48

    Für mich alles etwas spät aber OH DU MEINE GÜTE IST DAS BILD SÜSS UND PASSEND❤ ^^

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  2. Opapapa
    Nov 06, 2016 @ 09:05:28

    Die Meere fast leer gefischt,in den Fischen lagert sich neben Industriegift Mikroplastik ein und Frau soll wenn sie Schwanger ist Fisch essen,ob das wirklich so empfehlenswert ist??

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  3. DagmarPetra
    Nov 06, 2016 @ 21:20:17

    Na ja, wenn Frau schwanger ist, stillt sie ja noch nicht?

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  4. Neeva
    Nov 07, 2016 @ 14:30:17

    Na wenigstens wird auf Schilddrüsenprobleme hingewiesen…

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  5. Uli
    Nov 07, 2016 @ 22:30:13

    Gibt es keine vegetarische oder wenigstens etwas weniger umweltbelastende Alternative?

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  6. Anne
    Nov 08, 2016 @ 16:58:39

    Und was machen diejenigen, die keinen Fisch essen können?

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  7. piedsnue
    Nov 09, 2016 @ 16:17:03

    Es gibt auch nicht-fischige Omega-3-Kapseln, die alpha-Linolensäure aus Pflanzenöl enthalten. Einfach mal „pflanzliches Omega 3“ googeln, gibts von mehreren Anbietern und ist auch einfach in der Drogerie erhältlich.
    Das hat den Vorteil, dass
    1. weniger Schwermetalle aufgenommen werden
    2. weniger sonstige Giftstoffe aufgenommen werden
    3. der Fischbestand geschont wird
    4. man nach Einnahme der Kapseln nicht so eklig-fischig aufstößt, wie Fischölkapsel-Schlucker_innen es mir berichtet haben…

    (Aber die Fleischindustrie behauptet ja auch, es sei unmöglich, Kinder fleischlos und gleichzeitig gesund zu ernähren, dasselbe gilt für Milch, bla bla.)

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    • Kathi
      Nov 11, 2016 @ 11:48:21

      Dass eine vegetarische Ernährung relativ problemlos möglich ist, sollte jedem klar sein. Schwieriger finde ich den Fall bei veganer Ernährung. Ich kenne zu viele Erwachsene, die sich zwar vegan ernähren, aber überhaupt nicht auf Nährstoffzufuhr achten (machen viele Omnivore auch nicht, da fällt es auf Grund der Mischkost aber meist nicht so sehr ins Gewicht). Wie sollen die das für ein Kind hinkriegen? Mal ganz abgesehen davon, dass das Kind auch alles notwendige mögen muss. Kann klappen, muss aber nicht. Da sollte man bereit sein, Kompromisse zu machen.
      Was ich mich eher frage: ist es ein komplettes Verbot Fleisch zu essen (also auch nicht bei Freunden, Oma und Opa,…) oder gibt es nur einfach zu Hause nichts mit Tier? Ich erinnere mich nämlich zu gut an das Süßigkeitenverbot zu Hause. Und kaum war ich ausgezogen, hatte ich 30 kg mehr, weil man ja all den tollen Süßkram endlich problemlos bekam… (nicht mehr nur gelegentlich heimlich von Oma zugesteckt ^^) Meine persönliche Befürchtung wäre im ersten Fall also, einen Mega-Fleischesser groß zu ziehen. Aber auch das kommt wahrscheinlich wieder sehr auf’s Kind an, ich bin da möglicherweise einfach anfällig füt solches Verhalten.

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      • piedsnue
        Nov 16, 2016 @ 01:04:37

        Die Leute, die ich kenne, die schon im Elternhaus fleischlos aufgezogen wurden, haben alle auch im Erwachsenenalter diese Lebensweise beibehalten, einfach weil sie natürlich die entsprechende Haltung Tieren und der Umwelt gegenüber von vornherein mitbekommen haben.
        Ich denke daher, dass es etwas anderes ist als „nur“ Süßigkeitenrestriktion, denn das ist ja etwas, was man nur sich selbst zuliebe tut.

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      • schwesterirgendeine
        Nov 27, 2016 @ 18:26:25

        Man kann seinen Kurzen die Werte beibringen, die man selber für richtig hält.. Ich finde aber, dass man seinen Kindern ermöglichen sollte, alle Nahrungsmittel zu probieren und nichts komplett zu verbieten, auch wenn man sich selber vegetarisch oder vegan ernährt.
        So kann das Kind selber entscheiden, was es essen möchte und was nicht.
        Verbote machen die entsprechenden Dinge nur noch attraktiver.

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