Gelesen im April

Leider hat mich Buch No.2 sehr lange festgehalten und damit fern von anderen literarischen Genüssen, das ist im Rückblick schade, die Lesefreizeit ist zu kurz, um sich mit Büchern abzugeben, die nicht für den eigenen Geschmack gedacht sind. Ich muss das Weglegen wieder konsequenter umsetzen. Hier meine Leseabenteuer des April:

Nazis, Nadeln und Intrigen: Erinnerungen eines Skeptikers von Edzard Ernst
Darüber habe ich bereits ausführlich geschrieben, jedem Skeptiker alternativer Medizin sehr ans Herz gelegt, gibt es einen interessanten Einblick in die „Szene“ und gegen welche Windmühlen gestandene Wissenschaftler kämpfen müssen. (5/5)

Das achte Leben (Für Brilka) von Nino Haratischwili
Das Buch hat mich ratlos hinterlassen. Wohl geschrieben, angenehm zu lesen, sicher lange recherchiert. Stand auf der Liste zum Buchpreis 2014. Eine Familiengeschichte in Georgien und der Sowjetunion im letzten Jahrhundert, nebenbei erfährt man viel von der russischen Geschichte (bei mir einen große Lücke).
Ein ambitioniertes Projekt von über 1200 Seiten, und genau diese Tatsache hat mich scheitern lassen. Das Buch ist imho viel zu lang. Vielleicht habe ich auch nicht genug Durchhaltevermögen. Tut mir leid. Warum dürfen literarische Werke nicht mehrteilig erscheinen? George R.R. Martin kann es doch auch. Die „Brilka“ jedenfalls habe ich nicht zu Ende gelesen, schade um die Zeit. (2/5)

Deutschland verstehen: Ein Lese-, Lern- und Anschaubuch von Ralf Grauel und Jan Schwochow
Ein Sachbuch, das schon lange in meinem Schrank steht, ich stehe auf Erklärbärgrafiken. Beim Schmökern durch meinen SuB bin ich bei diesem großformatigen Buch hängen geblieben, und habe mich ein ganzes Wochenende hineinvertieft. Ob es die Vorgänge bei einer Bundestagswahl oder die beteiligten Personen bei einem Bundesligaspiel sind, alles ist wunderbar einprägsam illustriert, genauso wie die beliebtesten Vornamen (und warum) oder die Luftbrücke. Wer Deutschland verstehen will, mal auf andere Weise, dem sei dieses Buch gegönnt. (5/5)

Revival von Stephen King
(Übersetzt von Bernhard Kleinschmidt, Gelesen von David Nathan)
Stephen King schreibt ein Buch über Religiösität, über Familie, über Drogen, Rockmusik und Elektrizität. Seltsam? Ja. Der Spannungsbogen ist klassisch, die Figuren faszinierend, die Atmosphäre unvergleichlich. Stephen King kehrt zum Horror zurück und bleibt seinem Stil „das Gruselige des Alltags“ treu. Wie sich das Entspannte und Familiäre über Jahre fortentwickelt zur Abrechnung mit den Dämonen der Vergangenheit, das ist genial. Gelesen von David Nathan, mehr geht nicht. (5/5)


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6 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. 'ne mama
    Mai 02, 2015 @ 12:22:05

    Ich habe „Das achte Leben“ durchgelesen, fand es aber ab etwa der Mitte ermüdend. Das hatte nichts mit der Länge zu tun (ich lese auch längere Bücher durch), sondern damit, dass die Handlung zunehmend vorhersagbarer wurde, dass die „zufällige“ Verwicklung der Protagonisten mit zentralen politischen Personen sehr an den Haaren herbeigezogen wirkte und dass die Anzahl der brisanten Themen, die sich in einem Roman gut unterbringen lassen, beschränkt ist. Aber auch die Anzahl zufälliger Begegnungen und Verwandtschaften. Ich fand es schade, die erste Hälfte hat mir gut gefallen.

    Antwort

  2. Randalf
    Mai 05, 2015 @ 08:20:07

    Wieso ist mein Beitrag im falschen Thread gelandet?! Hab ich mich verklickt, oder war’s ein Fehler bei der Freigabe?

    Antwort

  3. henriette
    Mai 09, 2015 @ 10:35:10

    hab gerade, auf anraten eines gewissen kinderdocs, kindeswohl gelesen. auch danke fuer diesen tipp. laest einen irgendwie etwas ratlos. ein tolles buch und so dicht geschrieben, da kann man nix ueberlesen. revival ist fuer eine laengere autofahrt bereits geladen…

    Antwort

  4. Anna Nym
    Mai 12, 2015 @ 18:37:22

    Hi Kinderdoc, ich möchte dir (und eigtl allen 😉 )eine Autorin ans Herz legen: Antonia Michaelis. (www.antonia-michaelis.de) Sie schreibt für Klein und Groß, ihr letztes Buch „Das Institut der letzten Wünsche“ könnte dir gefallen.

    Antwort

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