Amerikan Skin

Zu den wiederholten tödlichen Polizeischüssen in den USA der letzten Wochen:


41 shots, Lena gets her son ready for school
She says, „On these streets, Charles
You’ve got to understand the rules
If an officer stops you, promise me you’ll always be polite
And that you’ll never ever run away
Promise Mama you’ll keep your hands in sight“

Is it a gun, is it a knife
Is it a wallet, this is your life
It ain’t no secret
It ain’t no secret
No secret my friend
You can get killed just for living in your American skin

—————-

Und wer vor zwei Tagen die Doku bei Arte über den Waffenlobbyismus in den USA gesehen hat, versteht – naja – erkennt mehr die irrationale Angst der Amerikaner vor der Bewaffnung des anderen und das Anrecht auf Selbstverteidigung, die auch den Polizisten innewohnt. Kill Zone.

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5 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Suzie
    Dez 05, 2014 @ 10:42:52

    Und jugendlicher Leichtsinn, der dazu führt, dass Kinder bewusst erschossen werden, weil sie Alkohol klauen wollten. Oder verängstigte Frauen hinter Badezimmertüren (OK, nicht USA – aber in Bezug auf Waffenbesitz)…

    Antwort

    • Frank
      Dez 06, 2014 @ 16:36:03

      Jugendlicher Leichtsinn hat nicht dazu geführt, dass der Schüler erschossen wurde, sondern der Stumpfsinn eines Erwachsenen (des Schützen auf Rachefeldzug), möglicherweise auch Tatenlosigkeit der Polizei (die die nächtlichen Einbrüche durch Jugendliche nicht in den Griff bekam, denn diese Einbrüche waren ja dem Anschein nach schon seit Monaten, wenn nicht Jahren Gang und Gäbe).

      Antwort

  2. Anita
    Dez 05, 2014 @ 13:38:05

    Ich versteh es nicht, wieso die Amerikaner es nicht fertigbringen, sich davon zu trennen, dass jedermann eine Waffe haben darf.

    Die Ängste, die aus diesem Recht entstehen, die Spirale der Gewalt, ja, die kann ich nachvollziehen. Rein logisch betrachtet.

    Stammt der Wille zu Bewaffnung von jedermann noch aus Zeiten der Siedler und des Bürgerkrieges?

    Antwort

  3. Uli
    Dez 05, 2014 @ 21:34:53

    Angst vor Hilflosigkeit. Angst vor Veränderung. Verlustangst.

    Daniel Kaneman (Schnelles Denken, Langsames Denken) beschreibt schön, wie wir alle Angst vor Veränderung und Angst vor Verlust haben. Und auch Beispiele, wo es geklappt hat – über das Hintertürchen „Versuchen wir es mal ein halbes Jahr und wenn es dann nichts war, dann bleibt alles beim alten.“ – Aber dazu müssen die Leute, die diesen Versuch starten können, erstmal etwas über die Zusammenhänge verstehen und etwas tun wollen und nicht in den selben Ängsten und noch einer mehr (in Bezug auf Ihren Posten in Washington) verstehen.

    Antwort

  4. Arzt4Empfaenger
    Dez 08, 2014 @ 05:55:28

    Am schlimmsten finde ich es, wie sehr angesichts der doch häufigen Unfälle und Amokläufe in Schulen (zusätzlich zu den Polizeifällen, die Du erwähntest) die Waffenbefürworter weiterhin absolut defensiv bleiben, was den Waffenbesitz und das Tragen derselben angeht. Insbesondere „concealed carry“ – da wird mit Stolz berichtet, daß man schließlich verantwortungsvoll damit umgehe, zu Hause auch alles schöne im Safe einschließe etc. Solche Kommentare tauchen ja bevorzugt bei Artikeln über di Polizeischüsse auf, v.a. in sozialen Medien. Letztens fragte im USA Elternforum eine Mutter, ob es unhöflich sei, bei Kindsbesuch woanders zu fragen, ob und wie Waffen im Haus gelagert würden… bin ich froh, nicht dort zu leben. Das zusammen mit dem Gesundheitssystem überzeugt mich davon, nie dauerhaft in den USA zu residieren.

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