Kinderärzte aus einer anderen Welt VI – Gastbeitrag

Kategorisiert man „Coop“, Cooper Freedman, so ist dieser eher unscheinbares Kuschelbärchen als superschöner Aufreißer, aber leider muss er genau Letzteres in der Serie „Private Practice“ verkörpern. Das nimmt man ihm natürlich nicht ab, gewöhnt sich aber mit aufsteigender Staffelzahl daran. Antreffen kann man den charismatischen Typ meistens mit irgendeiner Frau in unzweifelhafter Stellung, in der Praxisküche oder bei seiner engen Freundin, der Psychologin Dr. Violet Turner.

Praktizieren sieht man ihn eher selten, doch wenn er es denn mal tut, dann kümmert er sich mit Hingabe um seine kleinen Patienten und vertritt diese vehement und schonungslos vor den Erwachsenen. Ja, die Kinder fühlen sich wohl bei ihm, haben Vertrauen und wir – die Elternzuschauer- erwischen uns oft dabei, wie wir hier und da ein Tränchen wegwischen und ihm kopfnickend beipflichten, wenn es mal wieder unbequemer wird. Wenn „Coop“ zum Beispiel vor einer gerichtlichen Entmündigung der Eltern genauso wenig zurückschreckt wie vor der höchst illegalen Beschaffung lebenswichtiger Medikamente für einen seiner Schützlinge. Er steht wie ein Leuchtturm im Sturm und bietet den Kindern unbeirrbar Schutz, Verlässlichkeit und Sicherheit.

In der Beziehung zu seinem Sohn, ist er wie ein randvoll mit väterlicher Liebe gefülltes Boot, welches hier und da durch seine ganz real dargestellten Schwächen auch schon mal kentert. Das macht die Figur „Coop“ zusätzlich sympatisch.

Am Ende der Serie bekommt der Sex besessene „Coop“ eine kleine heile Welt: Frau, Haus und gleich vier Kinder. Genau so, wie es sich für einen Kinderarzt gehört. Fehlt eigentlich nur noch ein Hund. Aber DAS wäre beim Happy end dann doch wohl zu klischeehaft dick aufgetragen gewesen und nun wirklich gänzlich unreal!

Fazit: eine durchaus liebenswerte Figur, bestechend durch seine ehrliche und natürliche Haltung, ein für die Realität wünschenswerter unbestechlicher Kinderarzt.

Zuvor in dieser Rubrik:
Alex Karev
Arizona Robbins
Hannes Fröhlich
Daniel Holbein
Doug Ross

Dies war ein Gastbeitrag von Frau Kinderdok – wie bereits zuletzt angekündigt.
Vielen Dank, mein Schatz, mein Augenlicht, meine Inspiration im grauen Alltag. Aber das Faible für Cooper verzeihe ich Dir nicht. 😉

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9 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. IWe
    Apr 29, 2013 @ 14:37:36

    You made my day. Bitte die Serie „Frau Kinderdoc“ fortsetzen. Bitteeeeee 😉

    Antwort

  2. jezabelbotanica
    Apr 29, 2013 @ 16:07:03

    Es gibt keine weiteren Folgen von Private Practice? Schade!! 😦
    Dabei mochte ich Coop so gerne

    Antwort

  3. Mama
    Apr 29, 2013 @ 18:14:57

    Frau Kinderdoc hat auch Talent zum Schreiben 🙂

    Antwort

  4. Heides kleine Kehrwoche
    Apr 29, 2013 @ 22:00:37

    Hab mich auch immer gewundert, dass der dicke Coop (wobei – dick is er ja eigentlich gar nicht) so gut bei den Frauen ankommt. Ist doch eher der Typ guter Kumpel. Aber wenn’s das Drehbuch so will. Auf jeden Fall: Danke, Frau Kinderdoc. Sehr schön auf den Punkt gebracht.

    Antwort

  5. muttimeckert
    Mai 01, 2013 @ 20:13:08

    Danke, Frau Kinderdoc.

    Antwort

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