Fortschritt

Liebe Frau Riebesam,
ich kann ja verstehen, dass sie sich über den Kochsalzvernebler Ihrer Nachbarin freuen, den sie Ihnen für die Inhalationen Ihrer Tochter zur Verfügung gestellt hat. Und ja, so haben Generationen von Kindern inhaliert. Leider nicht sonderlich effektiv.

Wir hatten das doch besprochen: Das Inhalieren des Dosieraerosols über einen Spacer ist wesentlich wirksamer und zeitlich praktischer als das Auffeuchten der Umgebungsluft mit dem elektrischen Gerät. Sie haben ja selbst gesagt: Sie schaffen es gerade so, Ihrer Marla-Joleen die Maske des Spacers auf Mund und Nase zu halten, dass sie zwei-dreimal Luft holt. Das reicht wirklich! Denken Sie wirklich, das funktioniert über eine viertel Stunde, denn solange müssen Sie mit dem Kochsalzgedöns inhalieren? Sehen Sie?

Ja, die Lunge ist frei. Das Medikament wirkt. Auch über den Spacer. Möchten Sie mal selbst hören? Nein? Verstehe ich.

Nein, nur weil ein Inhalationsgerät vor zwanzig Jahren zur Grundausstattung eines Erkältungsaushaltes gehörte, bedeutet das noch lange nicht, dass sich die Medizin und ihr Equipment nicht weiterentwickeln darf. State of the Art ist nun einmal die Trockeninhalation via Spacer.

Sie haben das Gerät schon in der Apotheke bestellt und möchten jetzt „nur“ schnell noch das Rezept? Tut mir leid. Ich habe mir angewöhnt, mit der Entwicklung der Medizin mitzuhalten – und den Spacer haben Sie ja schon – da hat der Apotheker wohl Pech gehabt.

Sie machen das schon. Und Marla-Joleen auch. Bitte kommen Sie in einer Woche wieder. Dann höre ich mir Ihre Sorgen gerne noch einmal an Ihre Tochter nochmal ab. Alles klar? Danke.

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47 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. Hermione
    Apr 11, 2013 @ 13:28:13

    Ach, du bist uncool. Das ist doch so schön retro. Und früher war doch eh alles besser. :mrgreen:

    Antwort

  2. Romina
    Apr 11, 2013 @ 13:33:03

    Mal ne blöde Frage: Und wenn das Kind nun nur Kochsalz inhalieren soll? Wir haben den Pariboy und der ist ja nun wohl auch veraltet oder???
    Oder meint dier Beitrag nun auch, dass generell inhalieren mit nur Kochsalz nix bringt? Sorry fürs Dumm-Fragen-stellen.

    Antwort

    • kinderdok
      Apr 11, 2013 @ 14:40:10

      Reine Kochsalzinhalationen sind so wenig effektiv wie das leidige Raumluftanfeuchten. Im Gegenteil: Studien zeigen, dass Kochsalzinhalationen bei entsprechender Veranlagung die Lungenkapazität sogar verschlechtern: http://www.atsjournals.org/doi/full/10.1164/ajrccm.164.10.2104024

      Antwort

      • Romina
        Apr 11, 2013 @ 15:02:45

        Oh wow, wußte ich noch gar nicht. Ich hatte immer das Gefühl, dass das abhusten nach Kochsalz schon besser geht. Verrückt. Danke für den Link!

        Antwort

      • Anna
        Apr 11, 2013 @ 17:25:15

        Endlich hab ich eine Ahnung warum es vielleicht doch nicht nur Einbildung war dass ich nach jeder „Inhalations-Zwangsaktion“ in meiner Kindheit das Gefühl hatte zu ertrinken. (Ich habe immer noch Probleme mit dem doch angeblich so angenehmen Klima in einer Therme….. einige Atemzüge der feuchten Luft und ich will nur mehr so schnell wie möglich weg)

        Antwort

  3. Katja
    Apr 11, 2013 @ 13:33:42

    Das ist mir echt neu! Wir haben beides zu Hause, Aero.Chamber und Pari, aber dass das erste effektiver ist, hat mir mein KiArzt bisher verschwiegen (oder er ist nicht auf dem neuesten Stand). Mal nachfragen…

    Antwort

  4. Mattina (@MlleMistral)
    Apr 11, 2013 @ 13:41:27

    Ooookaaaaay… ich habe erschreckend gesunde Kinder und Haushalt besitzt gar kein Inhalationsgerät…;-)

    Antwort

  5. gwendolynkucharsky
    Apr 11, 2013 @ 13:48:04

    Jaha, wenn aber eine Viertelstunde lang inhalieren nun mal viel toller ist als 2-3 Atemzüge?! 😉

    Ich liebe den AeroChamber und betrachte ihn als echte Verbesserung gegenüber dem Pariboy. Wäre nicht auf die Idee gekommen, dass Leute lieber letzteren benutzen. Kochsalz hat bei uns im Übrigen nie geholfen.

    Antwort

    • gedankenknick
      Apr 11, 2013 @ 14:30:23

      Das besser ist des guten Tod, oder so.

      Aber es gibt ja auch z.B. Salbutamol-Inhalationslösungen für Vernebler, es gibt Glucocorticoid-Lösungen für Vernebler, es gibt Ambroxol-Inhalationslösungen… Beim Kochsalz hört es ja nicht auf.

      Antwort

      • kinderdok
        Apr 11, 2013 @ 14:37:39

        Das gibt es alles auch für den Spacer. Und Ambroxolinhalationen sind wie die zugehörigen Säfte eh des Teufels. Ambroxol. Graus. Kein Benefit und bei Kindern mit Obstruktion absolutes Gift.

        Antwort

        • gedankenknick
          Apr 11, 2013 @ 15:02:54

          Büdde mich nicht zu dolle hauen. Ich hatte das Ganze bewußt wertungsfrei – und explizit nicht auf die Behandlung von Kindern – festgestellt. Ich wollte nur sagen: Es gab (und gibt) halt mehr als „nur“ Kochsalzlösung für Vernebler. (Gut, hätte ich noch dazu schreiben können.) Und das Ambroxol-Inhalat vermißt sowieso eine Zulassung unter 6 Jahren.

          Das Ambroxol bei bestimmten Erkrankungen durchaus seine Vorteile haben kann sei mal dahin gestellt…

    • quaks
      Apr 11, 2013 @ 18:13:45

      Du kennst meine Tochter nicht – die liebt den Pariboy und das ganz ohne Ironie. 😉 Kind kann mal nicht einschlafen – Pari vor die Nase; keine 5 min und Kind schlummert zufrieden vor sich hin.

      @kinderdoc zur Frage feucht vs. trocken, da waren sich deine Kollegen (inkl. Kinder-Pulmologen) in den letzten Jahren aber echt uneinig, das hatte z.T. schon eher was von ner Glaubensfrage 😉 .

      Antwort

      • kinderdok
        Apr 11, 2013 @ 18:35:07

        Deine Tochter: der Effekt des Weißen Rauschens. Ich schlafe am Meer auch am besten.

        Meine Kollegen: eigentlich nicht. Es gibt sowas wie Leitlinien, und zumindest in den letzten zehn Jahren ist die Empfehlung klar für die Trockeninhalate

        Antwort

        • Julika
          Apr 11, 2013 @ 19:10:23

          Die Leitlinien kommen aber längst nicht bei allen an. Ich habe nach einer Reha in einer Bronchialklinik vos sechs (!) Jahren zwei KIÄ vorgeschlagen, bei einer Cortison- Langzeit-Therapie auf den Aerochamber umzusteigen. Ich wurde angeschaut, als käme ich vom Mond – sprich: Diese Form der Inhalation war noch unbekannt.
          Meine Erfahrung bei drei recht häufig kranken Kinder in vielen Notdiensten: Ältere Kinderärzte schwören auf den Pari und Jüngere auf einen Spacer. Und diese Form wird sich auch durchsetzen, da viele Kassen den Pari gar nicht mehr oder nur zum Teil zahlen.

        • quaks
          Apr 11, 2013 @ 20:45:07

          der erste Teil war auf die Frage gemünzt – ob ne viertelstunde inhalieren wirklich toller ist und auch nicht ganz ernst gemeint.

          der zweite Teil *schulterzuck* ja doch deine Kollegen, der eine so, der andere so, der nächste wieder so und anders …. und gern auch alles begründet …

  6. gedankenknick
    Apr 11, 2013 @ 14:25:37

    Den Spacer hat sie schon? Klar hat da die Apotheke Pech gehabt. Habe gerade erst eine 0,00€-Retaxation reinbekommen von der AOK ******, dass ich den Spacer zum voregegbenen VERTRAGS(!)Preis vor einem halben Jahr nicht beliefern hätte dürfen, da ja gar kein Vertrag existiert. 32€ weg. Gut, ne?

    Antwort

  7. Julika
    Apr 11, 2013 @ 14:28:09

    Die Spacer sind super. Unbestritten! Dreimal geatmet und ruckzuck ist das Medikament drinnen Und beim Pari dauert es mal mindestens zehn Minuten (ob nun nur Kochsalz drin ist, oder dazu bronchienerweiternde Mittel ist ja egal)
    Mit großen Kinder geht das ja noch – da wirft man mal den Fernseher an (Schande über mein Haupt) und dann gehen die zehn Minuten schnell um.
    Aber mit kleineren Kinden habe ich den Spacer(Aerochamber) lieben gelernt.
    Aber wenn dann noch so ein fieser Reiz im Hals dazu kommt und das Kind überhaupt nicht mehr aufhört zu husten, hat mir der Pari mit Kochsalz schon gute Dienste geleistet. Ich bin froh, dass ich beides habe.
    Aber schnell mal nachträglich ein Rezept über einen Pari holen – mein Kinderarzt hätte mich gevierteilt. Die Dinger sind wirklich horrend teuer.

    Antwort

  8. gedankenknick
    Apr 11, 2013 @ 16:26:31

    Ach ja, und wenn der Apotheker nen Vernebler schon vor dem Rezept bestellt, ist er wirklich besche…iden (oder hat einfach gute Rückgabekonditionen bei seinem Großhandel). Ich kenne keine Krankenkasse, die einen Kompresser-Vernebler ungenehmigt bezahlen würde. Und ich kenne keine Kasse, die einen Ultraschallvernebler überhaupt nur annähernd bezahlt. Insofern vermute ich da die Arbeitsweise der meisten Apotheken: Rezept in der Hand halten -> Kostenübernahmeantrag an Kasse stellen -> warten warten warten -> Kostenübernahme bewilligt bekommen (oder auch nicht) -> dann Vernebler bestellen (oder auch nicht). [Moment. Die DAK bezahlt ungenehmigt 40€ für son Teil vom hauseigenen Versender, dass…. nun ja, preiswert ist.]

    Aber ein herrlicher Link auf den Dampf-Inhalator. So ein Teil kannte ich auch noch nicht. Stammt der noch aus der Zeit der Dampf-Maschine? 😀

    Leider sind – wie gesagt – die „Vertragspreise“ für Spacer auch ihren Namen nicht wert. Insofern ist es echt zum heulen mit der unbürokratischen Belieferung…

    Antwort

    • Lamia
      Apr 12, 2013 @ 09:04:24

      Techniker KK, Barmer GEK und AOK bezahlen Kompressorvernebler wie Pari oder Omron zu einem vernünftigen Preis ohne Kostenvoranschlag.

      Antwort

      • gedankenknick
        Apr 12, 2013 @ 09:29:37

        ???? Ich habe mal als Beispiel einen „Pari Turboboy SX“. Der Listen-Einkaufspreis + 19% MwSt. liegt bei 152,06€. Unverbindliche Preisempfehlung (incl. MwSt.) für einen Pari Turboboy SX sind übrigens 200,87€.

        Techniker & Barmer GEK kann ich nur beliefern, wenn ich einem speziellen Hilfsmittelvertrag beitrete, dem ich aus unterschiedlichen Gründen nicht beigetreten bin. (Zum einen nimmt dieser Vertrag Einfluss auf mein Angestelltenverhältnis, in dem er verbietet, Angestellte einer bestimmten Kirche/Sekte zu beschäftigen; zum anderen stehen da zum Teil Listenpreise drin, die 50% unter meinem EK + MwSt. liegen. Da ich mit Beitritt zu diesem Vertrag aber ALLES beliefern MUSS, was da drin steht, bin ich nicht beigetreten). Der Vertragspreis ist mit 117,81€ bei BarmerGEK und die Techniker angegeben. Das sind 34,25€ unter meinem Einkaufspreis!

        Die ortsansässige AOK hat für einen 163,96€, das ist mein EK + 10€ + MwSt. Dieser Preis wurde mir aber bisher nicht genehmigt. Gewöhnlich werden mir Preise incl. MwSt. von 130-145€ genehmig, so die Belieferung nicht vollständig abgelehnt wird. Bearbeitungszeit für den Antrag ca. 3-4 Wochen.

        Die DAK hat einen Exklusivvertrag mit einem Versand-Sanitätshaus, welches einen Komporessorvernebler (inklusive Versandkosten) für 40,00€ liefert.

        Bitte erzählt mir nix über Preise. Ich kenne mich da so ein kleines bisschen aus.

        Antwort

      • gedankenknick
        Apr 12, 2013 @ 09:30:31

        Nachtrag: Ich kenne KEINE Krankenkasse, bei der ich einen Vernebler OHNE Kostenvoranschlag beliefern darf. Aber das nur am Rande

        Antwort

        • Lamia
          Apr 15, 2013 @ 22:04:32

          Doch, es gibt Krankenkassen, die das zahlen. Ohne Kostenvoranschlag. Eben nur nicht den Pari SX, sondern den Pari Compact.

        • gedankenknick
          Apr 15, 2013 @ 23:37:34

          Ich kenne keine. Mag aber auch an lokal abweichenden Lieferverträgen liegen. Da will ich mich nicht streiten.

  9. machermama
    Apr 11, 2013 @ 21:33:41

    Natürlich ist die Inhalation von Medikamenten über den Trockeninhalator effektiver.
    Aber bevor ich so lange warte bis ich ein Medikament brauche arbeite ich doch lieber erstmal mit Kochsalzlösung über den Pariboy.

    Angesehen davon das man den Pariboy mit Kochsalzlösung ja nicht nur bei z.B. Bronchitis anwendet. Inhalation von Kochsalzlösung mehrmals am Tag 1/4 Stunde und der Scheim aus Nase und Atemwege löst sich besser.

    Ich möchte nicht immer gleich mit Medikamenten um die Ecke kommen oder tatenlos warten bis diese wirklich nötig sind.

    Ich denke die Inhalation von Kochsalzlösung als sinnlos abzuwerten ist doch etwas übertrieben.
    Bei chronischen bzw auf längeren Zeitraum häufig wiederkehrenden Atemwegsinfekten oder Asthma zahlen viele Krankenkasse das Gerät ohne Probleme. Natürlich nicht mal eben für die jährliche Bronchitis oder den Frühjahrsschnupfen.

    Und meine Kids hatten und haben nie Probleme mit dem Inhalieren gehabt. Weder als Baby, noch heute.

    Antwort

  10. schulsanitaeterin
    Apr 12, 2013 @ 10:50:30

    Also ich hab gemerkt, dass das Salbutamol im Asthmaanfall durch den Inhalator viel besser ankommt, als durch Spacer und DA. Aber trotzdem finde ich Spacer und DA um einiges besser, alleine schon wegen der Zeiteinsparung.

    Antwort

    • kinderdok
      Apr 12, 2013 @ 11:51:53

      Das mag sein, Wenn die Maske direkt auf Mund und Nase sitzt, Oder mit dem Mundstück inhaliert wird. Eltern inhalieren aber meistens mit 10-20 cm Abstand, Da kommt höchstens nur noch 20 % des Wirkstoffes an.

      Antwort

      • machermama
        Apr 12, 2013 @ 12:48:35

        Nur weil viele Eltern das Gerät fehlerhaft anwenden ist das Gerät an für sich aber nicht schlecht oder ohne Wirkung.
        Eigentlich sollte es jedem Menschen klar sein das bei einer Anwendung aus 20cm Abstand das meiste im Raum verteilt wird statt das es eingeatmet wird. Bei den Ultraschallverneblern sieht man da ja sogar das das meiste dann danaben geht.
        Bin mal wieder entsetzt über die Dummheit vieler Menschen/Eltern.
        Bei uns wird nur mit korrekt ans Gesicht gedrückter Maske inhaliert.

        Antwort

        • kinderdok
          Apr 12, 2013 @ 13:46:00

          Geht weniger um die Fehlanwendung, als dass die Kinder das nicht anders tolerieren, als weiters weg. Da ist der Spacer doch praktischer, weil schneller.

      • schulsanitaeterin
        Apr 12, 2013 @ 13:18:36

        Das da überhaupt noch was ankommt wundert mich eher…

        Antwort

  11. Anonymous
    Apr 12, 2013 @ 18:19:17

    Lieber Kinderdoc,

    Üblicherweise bin ich ausgesprochener Fan von dir und deiner Einstellung aber aber heute muss ich dir einmal widersprechen.

    Unser kleiner litt ab dem dritten Lebensmonat nach einer Lungenentzündung an chronisch rezidivierendenden Bronchitiden bekam Atrovent über die Aerochamber und zum Schleimlösen Kochsalzinhalationen von unserer Uniklinik empfohlen. die Uni D,Dorf arbeite ausschließlich mit diesen Inhalationen zum Schleimlösen. auch unsere Rehaklinik hat nach dem Schema erst Bronchienerweiterer und im Anschluss gleich Kochsalz inhalieren gearbeitet.

    Bei unserem Sohn funktionierte und funktioniert das besser als jeder schleimlösende Saft. außerdem haben wir damit schon so manchen Kruppanfall im Keim erstickt.

    Klar ist alleine Kochsalslösung ein no go wenn das Kind “ dicht“ ist und giemt aber es kann eine gute Unterstützung sein.

    Also bitte nicht in die selber Ecke stellen wie die “ Glaubulies“

    danke

    Antwort

    • kinderdok
      Apr 12, 2013 @ 21:22:24

      Ist mir gar nicht aufgefallen, dass ich Feuchtinhalationen mit Glaubuli gleichzog. Oder Schleimlöser empfohlen habe. Da musst Du etwas falsch verstanden haben.
      Das Procedere Eurer Uniklinik ist ungewöhnlich, entspricht keiner Empfehlung und bedeutet nicht, dass es ok ist, nur weil eminenzbasiert. Dass es trotzdem bei euch gut wirkt, ist ja ok und möchte ich auch gar nicht in Abrede stellen. Der allgemeinen Studienlage entspricht es aber nicht.

      Antwort

  12. Julia
    Apr 12, 2013 @ 23:29:41

    Ah, sehr interessant. Ich lebe seit 8 Jahren in den USA und habe einen vierjaehrigen Sohn. Hier sind die Raumluftbefeuchter das letzte SChrei, wir haben sogar einen zur Geburt geschenkt bekommen (den haben wir ziemlich schnell entsorgt. Uns war einfach nicht klar, warum wir im eh schon feuchten NYC noch einen Raumluftbefeuchter brauchen). Schoene Gruesse uebern Teich, Julia

    Antwort

  13. seniora.rossi
    Apr 13, 2013 @ 19:10:23

    Ich dachte bisher, dass das Salz beim Inhalieren sowieso nicht gelöst wird, und wirkungslos im Topf bzw. im Inhalator zurückbleibt. Sonst wäre doch doch eine Salzgewinnung durch das Verdunsten von Meerwasser z.B. gar nicht möglich. Irre ich mich hier?

    Antwort

  14. Wortschätzchen
    Apr 13, 2013 @ 21:35:06

    Ein Spacer funktioniert aber erst ab einem gewissen Alter, oder? Unsere Kinderklinik hat uns den z. B. gar nicht angeboten (nicht mal erwähnt), sondern gleich den Pari für zu Hause gezückt – und auch bei Therapie vor Ort, zwecks Kochsalz- und Salbutamol-Inhalation. Die Lütte inhaliert aber Gott sei Dank gerne damit, wenn ich dabei vorlese. Sie hält sogar die Maske selbst. Trotzdem bin ich um jede verkürzende Alternative dankbar. Irgendwie unschön online mehr zu erfahren als in der behandelnden Klinik/Praxis…

    Antwort

  15. quaks
    Apr 13, 2013 @ 21:46:02

    nö – Tochter hatte ihren ersten Spacer mit 3 Monaten vom Vertretungs KiA bekommen. Wurde dann nur vom eigentlich KiA und Pulmologen wieder auf feucht umgestellt. Jetzt sind wir in einer Kombi aus feucht und trocken – je nach Bedarf.

    Antwort

    • Wortschätzchen
      Apr 13, 2013 @ 21:50:11

      Wie gesagt, wir wurden noch nie auf „trocken“ eingestellt. Immer auf Vernebler. Ich habe mir nur Kinderdoks Link mit der Anleitung durchgelesen und gedacht, dass könnte meine Tochter noch gar nicht. Also, nach Anleitung atmen. Muss Montag sowieso wieder zum Abhören und werde nachhaken.

      Antwort

      • Julika
        Apr 13, 2013 @ 22:06:23

        Guggst Du zum Beispiel hier:
        http://www.aerochamber-hexal.de/aerochamber-inhalierhilfe/maske-saeuglinge/

        Allerdings: Mein Zwerg hat es nicht vertragen. Inhalieren ging natürlich supi. aber danach hatte er einen ordentlichen Herzklabaster 🙂 War wohl etwas zuviel des Guten und ich bin auf den Pari umgestiegen, bei dem ich die Dosierung besser steuern kann (es sei denn, der Kinderdoc hat dazu neue Ideen)

        Antwort

        • Wortschätzchen
          Apr 14, 2013 @ 09:02:47

          Vielen Dank! Ich werde nachhaken. Auf „Speed“ ist meine Tochter nach ihrer Medigabe sowieso. Ich bin aber für jede zeitverkürzende Maßname wirklich dankbar. Momentan inhalieren wir drei bis viermal täglich…

        • kinderdok
          Apr 14, 2013 @ 10:23:05

          Besser steuern heißt, es kommt vielleicht weniger „an“. Es gibt Kinder, die auch schon auf einen Hub Salb mit Herzklopfen reagieren. Schwierig, da die richtige Dosis für den Feuchtinhalator zu finden, die dann noch lungenwirksam ist

  16. antagonistin
    Apr 16, 2013 @ 17:14:48

    Wie sieht es denn zu dem Thema bei Erwachsenen aus, Kinderdoc? Ich habe viele Jahre immer wieder mal mit Bronchitis zu tun gehabt und bekam da regelmäßig von Ärzten den Hinweis auf Kochsalz-Inhalationen mit Inhalationsgerät. Habe das dann jeweils tagelang gemacht. Das Modernste, was ich hörte war der Hinweis, Kopf über ner Schüssel mit heißem Wasser und Kochsalz/Kamille bringe nicht viel, Inhalationsgeräte mit Mundstück wären da viel effektiver.

    So weit so gut, diese Trockeninhalationen – gibt es die auch ohne Medikament, also mit Salzen o.ä.? Würdest Du das auch bei Erwachsenen empfehlen? Und sind die Spacer eher für Kinder gedacht, die mit Inhalatoren noch nicht so zurecht kommen, oder sollte man die immer zusammen verwenden?

    Danke schon mal. 🙂

    Antwort

  17. flame37
    Mai 15, 2013 @ 00:05:59

    ohje, die PharmaLobby hat mal wieder bei Kinderarzt zugeschlagen…
    Feuchtinhalation ist immer besser als eine Aerosolinhaltion mittels MDI, Dosieraerosolen, Pulver, etc..

    Warum?
    Ganz einfach!
    80 % aller Patienten nutzen eine Dosieraerosol oder MDI, Pulver Inhalator falchs.
    Warum, na der Arzt zeigt den patienten nicht wie das gehtnund übt stundenland.
    Das Medikament kondensiert bei falscher Anwendung im Rachen, spätestens Trachea wird mit dem Speichel herunter geschluckt…Bingo!! Kind hat Bauweh! Das kann Pharma Industrie gleich wieder zuschlagen.
    Kinder können Dosieraerosole eh nicht handhaben! Deshalb die Empfehlungen der Nationalen AstmaLeitlinien der Kassen, das Kinder bis 10 jahren grundsätzlich nur mit Spacern nach gründlicher Einweisung inhalieren sollten.

    Was macht die Feuchtinhalation mit dem pari, oder jedem anderen Inhalationsgerät?
    Es befeuchtet zusätzlich zur Medikamenten Abgabe an die Atemwege, die Bronchiene an. Das Sputum wird flüssiger, der Abtransport von keimen und bakterien aus den Bronchien erleichtert, Kind hustet besser, nicht mehr so trocken. Der Dreck kommt raus. NACL oder isot. Meersaltlösung haben zudem den Vorteil in geringen Dosen angewendet das die Salzaerosole reinigen und Keime und Bakterien bekämpfen.

    Allerdings sind die Medikamente für eine Feuchtinhaltion erheblich günstiger also schaden der Pharma Industrie und verlangen vom Arzt noch ein paar Erklärungen mehr….
    Aber möchten Sie das Ihr Kind die Medikamente die in die Lunge sollen, in den Magen schluckt?

    Kinder mit Asthma die Dosieraerosole nutzen haben alle Magen und Stimmband Problem. Fakt!

    Und die 10 minuten für die effektive Inhalation, sollte sich jede Mutter für Ihr Kind nehmen! Und heutzutage kann das Kind sogar mir dem Inhalationsgeräte spielen.

    Googeln, Sami respironics

    Schönen Abend und immer schön inhalieren! Zähne putzt doch auch jeder jeden tag!!
    Die kann man ersetzen…. Die Lunge??? Ersetzten??? reinigen???

    Die Lunge schmerzt erst wenn es zu spät ist. Finale!

    Antwort

    • kinderdok
      Mai 15, 2013 @ 13:12:13

      So ein Quark.

      Wir demonstrieren sehr wohl, wie mit DA und Spacer umgegangen wird. Kochsalz hat keinerlei Benefit auf „das Verflüssigen“ des Sputums (wie soll das bitte physikalisch auch gehen?). Und wie „bekämpfen“ nochmal NaCl „oder isot. Meersaltlösung“ die „Keime und Baktierien“? Wo war nochmal der UNterschied zwischen NaCl und Meersalz? Und zwischen Keime und Bakterien?

      Ich betreue in 90% Kinder mit DA und ohne P..boy – keines hat Bauchprobleme.

      Und danke für die Werbung noch.

      Antwort

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