Marten war so freundlich, mich für sein noch junges Blog zu interviewen. Das Ergebnis findet sich hier.
kinderdok in Berlin IV
09 Jun 2013 Hinterlasse einen Kommentar
in sonstsachen Schlagworte: berlin, fortbildung, persönliches
Heute ein Zitat aus einer Vorlesung, das Leitmotiv des Kongresses sind ja Familien mit Migrationshintergrund, also beschäftigen wir uns mit Mehrsprachigkeit:
Hannah: “Mami, heute habe ich ein Bild in der Kita gemalt.”
Mutter: “And did they say ‘Well done, good Hannah!’ ?”
Hannah: “Nein, ‘liebe Hannah’, cause it’s German!”
(c) Rosemary Tracy
Was noch?
- doch, es gibt Mikrofone im Publikum, auch am dritten Tag, da muss die Frau Kollegin nicht von ganz hinten rechts nach vorne rufen
- ein Laserpointer soll Punkte setzen, und taugt nicht für Lichtspiele auf PowerPoint Folien. Da beschleicht mich eine Vertigo.
- hallo: es haben sich 800 MFAs zum parallelen Arzthelferinnenkongress angemeldet, da ist man doch froh, dass es noch Leute in der Medizin gibt, die etwas lernen wollen. Nur knapp 250 Kinderärzte hier.
- ab 17 Uhr ist allen der “Sonne an der Spree: jetzt!”-Blick anzusehen
Berlinbericht Ende.
kinderdok in Berlin III
07 Jun 2013 6 Kommentare
in blogsachen Schlagworte: berlin, fortbildung, persönliches
Jetzt hat der Kongress begonnen, und ganz brav habe ich mich in die Auftaktsymposien gesetzt, über probiotisches Babyfutter und Neue Impfungen für die Kleinen. Wieder schwingt hier Werbung mit, die Dozenten präsentieren zwar Unabhängigkeit, aber wer Produktnamen in seinen Vortrag mischt, der kann sich dieselbe in die Haare schmieren. Ich gebe zu: Genau in diesem Moment schaltete ich ab und wand mich meinem eBook und diesem Eintrag via WordPress zu.
Was hängen blieb: Es gibt einen neuen Sechsfachimpfstoff, was das Monopol des bisherigen Anbieters aufweicht. Und: der Dozent (Martin Rose aus Frankfurt) erwähnt nochmals die Infektiosität des Hepatitis B Virus. HIV würden Eltern evtl. bei Ihren Kindern impfen lassen, so beängstigend erscheint uns die Krankheit. Bei Hepatitis B wundern sich viele Eltern: Säuglinge haben schließlich keinen Geschlechtsverkehr. Deshalb möchten die meisten Eltern keinen Sechsfachimpfstoff (der Hep B als Impfung enthält).
Aber: Hepatitis B ist um ein Vielfaches verbreiteter als HIV. Es gibt inzwischen viele Familien aus Hochverseuchungsländern mit 60% Hep-B-Trägern. Aber ganz besonders kritisch: Für eine Infektion benötigt das Virus nur ein Tausendstel der Menge Blut im Vergleich zum HI-Virus. Und zuletzt: Ein Säugling, der an Hepatitis B erkrankt, wird in 80% einen Leberzerfall (Zirrhose) entwickeln.
Was noch?
- Wir haben wirklich einen schönen RegierungssitzSitz des Parlamentes (…edit), nennt sich Reichstag.
- Das Bundeskanzler(innen)amt platziert sich zwar geschickt gegenüber, wirkt aber im Vergleich, mmh, öde.
- Kulturwechselschock: Sony-Center und das Mahnmal für die ermordeten Juden innerhalb einer halben Stunde zu besuchen.
- Das beste an festlichen Eröffnungen sind zwar nicht immer die musikalischen Pausen, wenn´s aber Kinder sind – wozu dann Reden hören?
- Grusswort des Staatssekretärs des BMFSFJ? Danke – Parteipolitik wird beim Ärztetag gemacht, nicht beim Kinder- und Jugendärztetag. Oder wie unser Präsi sagte: Es geht uns nicht immer nur ums Geld.
- Busfahren in Berlin: Zumindest der M41 entlang der Sonnenallee ist wie Vettel in Hockenheim.
- Die S- und U-Bahnen riechen immer noch genauso wie vor 23 Jahren, als ich in einem Berliner Krankenhaus Haken und das Maul hielt. Dreiundzwanzig? … ohje. Ich bin plötzlich ganz müde. Gute Nacht.
kinderdok in Berlin II
06 Jun 2013 14 Kommentare
in blogsachen Schlagworte: berlin, fortbildung, persönliches
Bilanzen des ersten Tages in der Hauptstadt:
- Die Elbe ist tatsächlich ordentlich überfüllt, die Nachrichten haben recht (guter Einblick beim Einschwenken gen Brandenburg)
- Tim Mälzer wirkt in real feister als im Fernsehen (Defilee bei der Bertelsmann Party – ich war nicht geladen)
- Berliner gehen immer noch bei Rot über die Strasse, Fahrradfahrer sind immer noch geduldig
- Der Sonnenkaffee an der Spree schmeckt besser als der im Regen jüngst in Dresden
- Den Berliner Dom hatte ich nicht so beeindruckend in Erinnerung, vielleicht war ich vor einigen Jahren abgelenkt vom Palast der Republik, wo ist der eigentlich?
- Lässt man das DayPack zu Hause und trägt stattdessen eine Umhängetasche aus Filz resp. alten Autoreifen, geht man glatt als Einheimscher durch
- Ja, eine Currywurst musste sein – und ich, jawoll, ich weiß, wo es die beste gibt und nein, neinwoll, ich sag nicht, wo.
- Philipp Baileys Falsett kommt über InEars als Begleitmusik besser rüber als Bruce Springsteens Gekrächze (mag aber auch am Wetter liegen oder an der alten Springsteen Aufnahme)
- Erworben: Vier Bücher, ein BT-Lautsprecher, diverse Postkarten, ein T-Shirt, ein Hemd, zwei Blasen an den Füßen
- Ich habe erfolgreich den Anlass der Berlinreise verdrängt, morgen dann …
und jetzt der Sound des heutigen Tages – seltsam, wenn ich mir das Video jetzt anschaue, aber genau so sonnig war es heute:
kinderdok in Berlin I
05 Jun 2013 13 Kommentare
in blogsachen Schlagworte: berlin, charlottenburg, die mauer, fortbildung, persönliches
Kollegin muss schon schon wieder alleine ran, denn der Chef fliegt morgen früh morgens nach Ber(/a)lin, auf den Kinder- und Jugendärztetag, neue Eindrücke sammeln, Fortbildungspunkte mitbringen und Kugelschreiber. Gebucht habe ich das Präventionsseminar gegen den Burnout und irgendwas mit Jugendlichen, dazu kommen die Hauptvorträge und am Freitagabend die festliche Feier. Ich wieder nur in Jeans.
Die fMFA springen schon seit paar Tagen im Karée, schließlich arbeiten wir noch die Defizite der Pfingstferien auf, nun wieder zwei Tage ohne den Chef, wie soll man nur die ganzen Termine unterbringen? Und die bösen Sommerferien drohen auch schon in nicht weiter Ferne. Kann ich was dafür, dass Berlin so knapp nach den Schulferien platziert wurde? Hallo?
Aufträge der Familie sind bereits erteilt: Frau möchte was aus dem DutyFree (“machste aber am Abflug, in Tegel gibts nix”), die Kids haben “Bääären” bestellt, ich kämpfe noch mit mir, ob ich demonstrativ kitschige Plüsch-Berlin-Bären mitbringe oder ignorante Gummiteile aus Saft. Ich betone bei diesen Bestellungen stets, dass ich “auf Kongress” gehe, und so gar keine Zeit habe fürs Shoppen und SightSeeing, aber interessanterweise glaubt mir das gar keiner daheim.
Wichtige Programmpunkte jenseits des Ärztetages auf jeden Fall: a) die Mauer sehen, vermutlich nur noch in Form der EastSideGallery, b) durch den Park Charlottenburg wandeln (mochte ich immer am meisten), c) einmal durchs BB-Tor laufen – das letzte Mal, als ich in Berlin war, wurde da gebaut und das Mal davor durfte man noch nicht (Russen und so), d) die Agentur treffen, e) in meine ehemalige Lieblingsbuchhandlung gehen, ob sie das noch ist, f) das auch bei der anderen checken, da ist die Hoffnung geringer.
to be continued
Achja/Edit: Hoffen wir mal auf gutes WLAN im Hotelzimmer, schließlich bin ich nicht auf der republica, der Rest kommt via Instagram oder Twitter.
Sortieren
23 Mai 2013 40 Kommentare
in sonstsachen Schlagworte: persönliches
Wir sind gerade etwas unterwegs, und dank meiner neuen Kollegin darf die Praxis weiterlaufen, was die Sache doch sehr angenehm macht. Sonst hatte ich als Einzelkämpfer oft die irrationalen Gedanken, mir würden die Patienten weglaufen, wenn ich zuviel Urlaub machte. So ein Quatsch.
Jetzt kann die Kollegin wenigstens die akuten Sachen versorgen, Impfungen machen und ganz allgemein die Stellung halten.
Mich beschäftigt aktuell am meisten das bisher aktiv Unausgesprochene. Man hat mir nahegelegt, hier nicht zuviel offizielle Werbung zu machen, wegen des fehlendem offenen Impressums, der Anonymität und dergleichen. Deshalb gab’s im vorletzten Blogeintrag auch nur ein Bild zu sehen
Ein bisschen anders wurd ich schon durch die Veröffentlichung: früher hat mich jeder Buchladen angezogen wie eine Sumse ans Licht, jetzt entspricht es eher einem Elektromagneten. Ich lasse die Bestseller links liegen, überspringe auch die geliebte Krimiabteilung und stiebe zielgezogen in die Gesundheitsabteilung, die ich sonst beruflich eher vermied. Aber nein, ich finde es dann doch wieder in der Ratgeber-für-junge-MütterEltern-Abteilung. Muss wohl so sein, wir waren uns von vorneherein im Klaren, dass die Zielgruppe neben den Blogfans die Eltern sind.
Richtig Schadenwehmut bekomme ich, wenn ich es gar nicht in dem Laden finde. Dann träume ich davon, dass bereits alle Exemplare verkauft sind, weiß aber doch, dass viele Buchläden wenig einkaufen oder erst dann, wenn sich ein Erfolg abzeichnet oder ein Buch bereits besprochen wurde.
Und manchmal sortiere ich auch:
Vorher –
Man verzeihe mir. Das gibt sich bestimmt noch. Bin eben Anfänger.



























kommentarsachen