Kurzes Bonmot in Vertretung

fMFA: “Wer ist denn der Kinderarzt sonst?”
Mutter mit Kind in Vertretung: “Der Herr Minnesang in Liedern.”
fMFA: “Aha. Das ist ja ein bisschen weiter weg, ist das ein Kinderarzt?”
Mutter: “Jaja, der untersucht auch Kinder. Hat auch selbst welche.”
fMFA: “Ich finde den jetzt gar nicht in meiner Liste, also richtiger Kinderarzt mit Ausbildung?”
Mutter: “Nee, ich glaub´ nicht, der ist nur Normalarzt.”

Alles neu bei den Kinderärzten

Sie ist schon seit Jahren *die* Infoseite für alle Themen rund um die Kinderheilkunde: Die Kinderärzte im Netz. Jetzt hat sie einen Relaunch bekommen, und aus dem etwas altbackenen Grünstich mit der festen Spaltenbreite bekommen wir jetzt ein frisches Layout zu sehen mit ärztlichem Weiß und wenig Rest des BVKJ-Grüns.

Die Inhalte sprechen sowieso für sich:
- Aktuelle Nachrichten rund um Kinder und deren Gesundheit
- Eine bundesweite Arztsuche nach PLZ, Schwerpunkten, Namen
- Die Mediathek mit Broschüren und Erinnerungsnewsletter für Impfungen und Vorsorgen
- Und viele viele Artikel zu Kinderkrankheiten, Vorsorgen, Impfungen, Erste Hilfe, Notdienste usw.

Es lohnt zu stöbern. Ich bediene mich gerne, dies ist die Referenz.

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#Kongress Tweet Splitter

Wiedergekehrt aus dem Ländle nach daheim – mit vielen neuen Eindrücken und netten Gesprächen, besten Dank an das tolle Team in Stuttgart, sowohl der SGKJ als auch des BVKJ. Es war eine nette Tagung.

Da geht die Sonne auf

Das einzige, was ich in unten angehängtem Video nachvollziehen kann, sind die blau-grau gefärbten Anfangssequenzen. Träume darf man ja haben.
Geht es wirklich darum, den Hausarztberuf (und ich zähle mal den Kinderarzt dazu) im schönsten Licht zu färben, um ihn zu bewerben, anlehnend an die aktuellen Bundeswehrbe-Clips? Oder soll über einen perfiden Weg der Satire billige Aufmerksamkeit erzeugt werden?

Kann ich das nicht besser? Mal nachdenken:

—–
Story-Board Kinder- und Jugendarzt:

Erste Sequenz – eine junge Ärztin in Schlabberlook und Bärchen-Stethoskop um den Hals versucht, einem schreienden Säugling Blut aus dem Handrücken zu quetschen. – Überblende – die gleiche Ärztin steht auf dem Stationsflur und wird von der Stationsschwester zusammengefaltet – Überblende – die Ärztin hat einen Dreijährigen auf dem Arm, die Mutter steht daneben, alle lachen, bis der Dreijährige der Kollegin über die Bluse spuckt. – Überblende – beim Auswaschen der Bluse verliert sich der Blick der Ärztin in die Ferne.

Zweite Sequenz – Die Ärztin wird morgens von einer Schar Kinder geweckt, sagen wir drei, sie sitzt mit ihnen und dem Dreitagebart-Ehemann am Frühstückstisch (Orangensaft, Eier, frische Brötchen) – Überblende – eine Uhr wird gestreift, es ist zehn Uhr morgens – sie betritt ihre Praxis und wird gleich winkend von den Arzthelferinnen begrüßt – Überblende – zwei oder drei Untersuchungsszenen – ein lachender Säugling – eine dankbare Mutter – ein Jugendlicher, der das Peace-Zeichen macht – Überblende – die Ärztin fährt in ihrem Oldschool-Käfer (himmelblau) wieder nach Hause – nach dem Sonnenstand zu urteilen ist es kurz nach Mittag

Dritte Sequenz – Spiele mit der Familie, die Jüngste hört mit einem Spielzeug-Stethoskop ab – Überblende – der Mann hat den Tisch gedeckt, nachdem er seine Homework-Utensilien mit zwei oder drei Handgriffen aufgeräumt hat – Überblende – Grillabend mit Freunden – alle in beige-weiße Töne gekleidet, alle lachen, alle sind happy …

Vierte Sequenz – Die Ärztin wieder in ihrer Praxis, sie untersucht wieder ein Kind, diesmal ein traurig drein schauendes – übersät mit Punkten, auch für den Laien als Windpocken zu erkennen, die Ärztin gibt einfühlsame Ratschläge an die Eltern – Überblende – zwei Tage später, wieder das gleiche Kind, mit völlig gesunder Haut, es bringt der Ärztin einen Blumenstrauß in die Praxis – der Vater legt noch eine Pralinenschachtel oben drauf und wirft der Ärztin einen … vielsagenden … jedenfalls zweideutigen Blick zu. Das Bild gefriert über dem strahlend-weißen Lachen der Ärztin.

Das Ganze unterlegen wir mit Gitarrenklängen oder einem Solo-Piano. Himmlisch. Da geht die Sonne auf.
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Nein, das war nichts.
Die Hausärzte im Ländle können es natürlich besser. Viel Spaß – so dürft Ihr Euch meinen Alltag vorstellen:

(verantwortlich für diesen Spot: Die TK und der Hausärzteverband)

Kinderärzte aus einer anderen Welt VIII – Gastbeitrag

In “Scrubs”, einer meiner Lieblingsserien tauchte urplötzlich dieser skurille Kinderarzt auf, Dr. David Norris. Er sagte, was er dachte, so dass er zwar für mich zu einem absoluten Sympathieträger wurde (v.a., weil es sich von niemandem einschüchtern ließ), aber für die frisch gebackenen Cox-Eltern einen real gewordenen Albtraum darstellte.

Mit viel Witz und Liebe zum Detail wurde diese Figur ausgestattet und entpuppte sich letztendlich als liebevoller und mitfühlender Kinderarzt. In meinen Augen eigentlich die Traumrolle für jeden: Einfach zu sagen, was man wirklich denkt, ausleben, was man fühlt und dennoch der zu sein, der man tatsächlich ist! :-)

 

Hier – zum Genießen (“So sind wir alle”, sagt der kinderdok):

 

Zuvor in dieser Rubrik:
Sam Sweeney
Cooper Freedman
Alex Karev
Arizona Robbins
Hannes Fröhlich
Daniel Holbein
Doug Ross

Dies war ein Gastbeitrag von Frau Kinderdok – wie bereits schon hier einmal.

und wenn wir schon bei Scrubs sind, meine Lieblingsszene:

Weihnachtsbuchtipp No. 2

Dieses Jahr empfehle ich nur Ratgeber. Komisch. Egal.

Sehr ans Herz lege ich allen Eltern die Bücher von Herbert Renz-Polster, Kollegen und Schreiber, allen voran das “Gesundheit für Kinder”, ich hatte es unlängst schon erwähnt. In seinen letzten Büchern widmet er sich dem Evolutionären der Kindesentwicklung und -bedürfnissen, auch das neueste “Wie Kinder heute wachsen” ist von diesen Ideen durchflochten. Dabei variiert er sein Lieblingsthema um viele Nuancen, nicht wie manche Winterhoffs, die ihre eine Idee in mehreren Büchern lediglich wiederholen.

Wie Kinder heute wachsen” setzt zudem seinen Schwerpunkt in der Natur. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem wichtigen Aspekt des Lernens durch Beziehungen und den verschiedenen Lerntypen, das zweite reflektiert die Natur als Entfaltungsraum und ideale Lernumgebung, da “ohne Grenzen” und mit Vielschichtigkeit. Natur ist alles, was keine Grenzen setzt, wo es alle Möglichkeiten gibt. Zitat: “Kinder brauchen keinen Spielplatz. Den brauchen nur wir Erwachsenen. Kinder würden überall spielen, das lassen wir nur nicht zu.”
Die nächsten Kapitel widmen sich dem Gesundheitsaspekt der Natur, wie naheliegend für uns Kinderärzte, und dem bösen Gegenpart, nämlich Computer und Internet, dem Renz-Polster aber erstaunlich viel Positives abgewinnen kann, um es aber schlußendlich doch zum Kontrapunkt zur Natur zu stellen. Es folgen die “Gefahren” der Natur (es gibt wenige)und die Wege dorthin (Kitas und Natur, Tiere, Neue Schulen). Im letzten Kapitel schließt er den grossen Bogen zu uns Eltern und der Natur, dass wir diese mit unseren Kindern gemeinsam erleben, denn – wie am Anfang erwähnt – lernen wir vor allem durch Beziehungen.

Das Buch ist gemeinsam geschrieben mit Gerald Hüther, dem (selbsternannten?) Doyen der deutschen Hirnforschung, dieser darf am Ende eines jeden Kapitels noch ein paar akademische Weisheiten zum besten geben. Ich weiß nicht, ob es dieser gebraucht hätte, teils fand ich sie etwas zusammenhanglos zu den Renz-Polster´schen Texten davor. Nach dem fünften Kapitel habe ich sie übersprungen, ups.

Renz-Polster assoziiert viel und kommt teils vom Höcksken aufs Stöcksken, aber das kennt man aus den Büchern zuvor. Das Buch lässt einen dennoch begeistern für die Welt da draussen, die doch eigentlich unsere Welt in uns ist, am Ende habe ich erstmal die maulenden Kinder geschnappt und wir sind durch die matschigen Felder marschiert, auf der Suche nach dem ausgehenden Herbst.

Achja: IMHO nicht ebook-tauglich – zu schöne Bilder und Vignetten, zu viel schöne Einschübe und farbige Absetzungen. Es sei “auf Buch” gegönnt.

So ähnlich:
Weihnachtsbuchtipp No.1
Menschen(s)kinder
kinder verstehen – eine buchkritik

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