Klassiker

Mutter: “Sagst Du jetzt mal endlich tschüss?”
Kind: “Nö.”

Denkt mal drüber nach.

Nachklapp von Faschingdienstag

Ich unterhalte mich mit der Mutter über die Aggressivität ihres fünfjährigen Sohnes im Kindergarten, über die Revierkämpfe von kleinen Welpen während der Aufzucht, über die soziale Hackordnung und die verschiedenen Charaktere. Aber auch über das soziale Lernen, darüber, wie mit Aggressivität, Kneifen, Beissen und Hauen im Kindergarten umgegangen wird. Und, was die Eltern zuhause so für Strategien haben, um ihrem Heissporn die Achtung und den Respekt vor seinen Mitmenschen beizubringen.
Mutter: “Bei uns gibts kein Hauen oder so. Das haben wir von Anfang an unterbunden.”
Ich: “Gut. Wäre sonst auch ein schlechtes Vorbild.”
Mutter: “Der darf auch gar nichts in der Richtung im Fernseh gucken, also Power Rangers und was es da alles so für Sachen gibt.”
Ich: “Und Spiele?”
Mutter: “Gibts nichts. Nur mal beim Vadder auf´m iPad, guckt er mal zu.”
Ich: “Ja, ich glaube, es ist wichtig, dass man Kinder so lange es geht von Gewaltdarstellungen im Fernsehen und Medien fernhält. Sonst denken sie, Gewalt sei der einzige Lösungsweg. Das wird dort meist vermittelt.”
Mutter: “Ja… So wird das sein.”
Ich, drehe mich mit meinem Rollhocker zu Miras um: “Und, Miras, als was gehst Du denn zum Fasching, heute? Ihr habt doch bestimmt heute noch eine Feier, oder?”
Mutter: “ja… naja… also das …” Sie winkt ab.
Miras: “Ich geh als …”, er vollzieht eine formvollendete Schwingbewegung mit einem imaginären Ninjatō 忍者刀, während er gleichzeitig einen Ausfallsschritt in meine Richtung andeutet: “… Ninja!!!”

kannste Dir jetzt aussuchen, Dokter

Ich: “Und? Kannst Du schon Fahrradfahren?”
Malte-Ben: “Na klar!”
Ich (nie zufrieden): “Ja, mit Stützrädern?”
Malte-Ben (zögernd): “Äh… mit ohne zwei Stützräder!”

Mutter: “Der weiß gar nicht, was das ist…” ;-)
Na dann.

Gesunde Einstellung

Markus kenne ich noch nicht. Ich mache Vertretung für Dr. Nebenan aus dem Nachbarort, und Markus wird von seiner Mutter vorgestellt, er ist acht Jahre alt. Er hat Schnupfen.

Ich: “Guten Morgen, um was gehts denn?”
Mutter: “Er hat Schnupfen, ein bisschen Husten.”
Ich, gebe Markus die Hand: “Morgen, Markus, alles klar?”
Raunt mir die Mutter zu: “Wissensie, er ist geistig behindert.”
Markus: “Jaa!! Ich bin geistig behindert!!” Lautstark.
Ich: “Alles klar. Und, Markus, hast Du Schnupfen, oder?”
Markus: “Jawoll, Dokter. Und ich bin geistig behindert!!”
Ich: “Prima. Und hast Du denn auch Halsweh?”
Markus: “Ja! Tut echt weh! Und ich bin geistig behindert!!”
Mutter: “Da legt er wirklich Wert drauf.”
Ich: “Den Eindruck habe ich auch.”
Markus: “Ja!! Doktor! Ich bin…”
Mutter schon etwas genervt: “… Markus!”
Ich: “Schon gut. Fieber hat er ja nicht, Schnupfen, der Hals ist etwas rot. Sicher nichts schlimmes.”
Mutter: “Dann ist ja gut.”
Markus: “Prima! Aber ich bin …”
Er holt nochmal richtig Luft: “… geistig behindäääärt!”

kurz mal nachrechnen

ich: “mensch, dann wird sie ja im sommer schon sechs, dann kommt sie wohl auch schon in die schule?”
vater: “nein, sie wird erst fünf.”
ich: “achso, neinnein, sie wird sechs.”
vater: “fünf…”
ich schiele auf das vorsorgeheft und bin mir schon sicher, klar, da steht 2006 geboren.
ich: “sicher. also hier steht aber doch dritter juli 2006, dann wird sie doch sechs.”
vater: “ja, 2006, dann ist sie dieses jahr fünf.”
ich: “… und wird dann noch sechs.”
“oder?” frage ich die tochter.
“sechs!” kräht sie laut los.
vater: “na dann. muss ich wohl nochmal nachrechnen.”

bbm

bobele-bon-mot:
“herr dokter, ich hab keine lust mehr, in die doofe ärgertherapie zu gehen.”
du, bobele, kein problem. schont mein heilmittel-budget.

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