verplappert

Die 12jährige stellt sich bereits zum zweiten Mal in einem Jahr vor, weil sie alle paar Wochen Rückenschmerzen habe. Bereits beim letzten Mal konnte ich eine leichte Haltungsschwäche sehen – nicht untypisch für das Alter – , vorgezogene Schultern, leichter Rundrücken, funktionelle Tests nach Matthiass und Schober waren aber ok.
Mutter wirkt leicht … mmh, unzufrieden.
Ich: “Aber das hatten wir vor einem halben Jahr schon mal besprochen, oder?”
Mutter: “Ja, aber, ist ja nicht besser geworden.”
Ich zur Tochter: “Ich hatte Dir empfohlen, ein paar Übungen zuhause zu machen, Schwimmen zu gehen, auf Deine Schultasche zu achten, Deinen Schreibtisch und den Stuhl gut auszurichten, Balancieren mit einem Buch auf dem Kopf, Zehenspitzenlaufen …”
Die Tochter schaut mich kurz an, verzieht das Gesicht, zeigt dann mit dem Finger auf Ihre Mutter.
Tochter: “Die da hat gesagt, das sei völliger Blödsinn, was Sie da empfohlen haben.”

uups.

Schonkost

Ich: “So, Du hast Durchfall und gespuckt, also bitte heute nur leichte Kost: Was trinken, Tee, Wasser, Bisschen Salzstangen, bisschen Brezeln, bisschen Zwieback …”
Kevin-Maurice: “…bisschen Nikolaus?”
Ich: “Nikolaus?”
Kevin-Maurice: “…bisschen Schoki?”
Ich: “Äh… nein.”

Klarstellung

Ich: “Und? Kannst Du schon Fahrradfahren?”
Manuel: “Klar.”
Ich: “So richtig? Oder mit einem Laufrad?”
Manuel: “Nee, richtig, mit´m Fahrrad!”
Ich: “Mit Stützrädern?”
Manuel: “Nee, mit´m Fahrrad!”
Ich: “Also mit zwei Rädern?”
Manuel: “Nee, einem Fahrrad!”
Ich: “Mit so zwei kleinen Rädern hinten?”
Manuel: “Ja! Fahrrad!”

Alles klar. Ich hätte auch kurz die Mama fragen können.
Übrigens kein Bruder von dem hier.

Klassiker

Mutter: “Sagst Du jetzt mal endlich tschüss?”
Kind: “Nö.”

Denkt mal drüber nach.

Nachklapp von Faschingdienstag

Ich unterhalte mich mit der Mutter über die Aggressivität ihres fünfjährigen Sohnes im Kindergarten, über die Revierkämpfe von kleinen Welpen während der Aufzucht, über die soziale Hackordnung und die verschiedenen Charaktere. Aber auch über das soziale Lernen, darüber, wie mit Aggressivität, Kneifen, Beissen und Hauen im Kindergarten umgegangen wird. Und, was die Eltern zuhause so für Strategien haben, um ihrem Heissporn die Achtung und den Respekt vor seinen Mitmenschen beizubringen.
Mutter: “Bei uns gibts kein Hauen oder so. Das haben wir von Anfang an unterbunden.”
Ich: “Gut. Wäre sonst auch ein schlechtes Vorbild.”
Mutter: “Der darf auch gar nichts in der Richtung im Fernseh gucken, also Power Rangers und was es da alles so für Sachen gibt.”
Ich: “Und Spiele?”
Mutter: “Gibts nichts. Nur mal beim Vadder auf´m iPad, guckt er mal zu.”
Ich: “Ja, ich glaube, es ist wichtig, dass man Kinder so lange es geht von Gewaltdarstellungen im Fernsehen und Medien fernhält. Sonst denken sie, Gewalt sei der einzige Lösungsweg. Das wird dort meist vermittelt.”
Mutter: “Ja… So wird das sein.”
Ich, drehe mich mit meinem Rollhocker zu Miras um: “Und, Miras, als was gehst Du denn zum Fasching, heute? Ihr habt doch bestimmt heute noch eine Feier, oder?”
Mutter: “ja… naja… also das …” Sie winkt ab.
Miras: “Ich geh als …”, er vollzieht eine formvollendete Schwingbewegung mit einem imaginären Ninjatō 忍者刀, während er gleichzeitig einen Ausfallsschritt in meine Richtung andeutet: “… Ninja!!!”

kannste Dir jetzt aussuchen, Dokter

Ich: “Und? Kannst Du schon Fahrradfahren?”
Malte-Ben: “Na klar!”
Ich (nie zufrieden): “Ja, mit Stützrädern?”
Malte-Ben (zögernd): “Äh… mit ohne zwei Stützräder!”

Mutter: “Der weiß gar nicht, was das ist…” ;-)
Na dann.

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