Kinderärzte aus einer anderen Welt VIII – Gastbeitrag

In “Scrubs”, einer meiner Lieblingsserien tauchte urplötzlich dieser skurille Kinderarzt auf, Dr. David Norris. Er sagte, was er dachte, so dass er zwar für mich zu einem absoluten Sympathieträger wurde (v.a., weil es sich von niemandem einschüchtern ließ), aber für die frisch gebackenen Cox-Eltern einen real gewordenen Albtraum darstellte.

Mit viel Witz und Liebe zum Detail wurde diese Figur ausgestattet und entpuppte sich letztendlich als liebevoller und mitfühlender Kinderarzt. In meinen Augen eigentlich die Traumrolle für jeden: Einfach zu sagen, was man wirklich denkt, ausleben, was man fühlt und dennoch der zu sein, der man tatsächlich ist! :-)

 

Hier – zum Genießen (“So sind wir alle”, sagt der kinderdok):

 

Zuvor in dieser Rubrik:
Sam Sweeney
Cooper Freedman
Alex Karev
Arizona Robbins
Hannes Fröhlich
Daniel Holbein
Doug Ross

Dies war ein Gastbeitrag von Frau Kinderdok – wie bereits schon hier einmal.

und wenn wir schon bei Scrubs sind, meine Lieblingsszene:

Vom Glück des Lebens

In der ARD gibt es gerade das Thema “Glück” zu bewundern. Da ich den glücklichsten Beruf der Welt habe – Kinder gesund zu machen – , darf ich völlig “on/intopic” auf die folgenden Beiträge hinweisen:

Die Maus:

Maus

So was wie Glück mit Frau Engelke:

Anke

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn Kollege Hirschhausen die Schirmherrschaft übernommen hat, sind mir seine Erdichtungen zum Thema Glück ein wenig zu … mmh … kommerzialisiert.

Aber das hier geht immer:

Kinderärzte aus einer anderen Welt VII

Er ist sicher der Unscheinbarste der bisher genannten – es ist einer der Lover vom New Girl, Sam Sweeney, gespielt von David Walton. Sam tritt irgendwann auf, weil das New Girl Jess endlich mal wieder eine Beziehung haben will, die nur ins Bett zieht und nicht sonst Probleme macht. Also finden sich die zwei die ersten Folgen zunächst vor allem im selbigen.

Nach einiger Zeit wird aber beiden bewußt, dass Ihnen die Beziehung mehr bedeutet. Aber – wie so oft – sie finden keine gemeinsame Sprache. Und so geht alles in die Binsen. Wie schade. Die Qualität des Lovers Sam macht natürlich nicht zuletzt seine Profession als Arzt aus, da lässt Jess keine Zweifel aufkommen, und tatsächlich: in einer Folge besucht die gesamte WG den Arzt auf seiner … jawoll … Kinderstation. Bei der Gelegenheit wird auch nicht das Klischee ausgelassen, das Kinderärzte gerne mit roten Nasen herumlaufen.

Wie herzig.

Zuvor in dieser Rubrik:
Cooper Freedman
Alex Karev
Arizona Robbins
Hannes Fröhlich
Daniel Holbein
Doug Ross

Kinderärzte aus einer anderen Welt VI – Gastbeitrag

Kategorisiert man „Coop“, Cooper Freedman, so ist dieser eher unscheinbares Kuschelbärchen als superschöner Aufreißer, aber leider muss er genau Letzteres in der Serie “Private Practice” verkörpern. Das nimmt man ihm natürlich nicht ab, gewöhnt sich aber mit aufsteigender Staffelzahl daran. Antreffen kann man den charismatischen Typ meistens mit irgendeiner Frau in unzweifelhafter Stellung, in der Praxisküche oder bei seiner engen Freundin, der Psychologin Dr. Violet Turner.

Praktizieren sieht man ihn eher selten, doch wenn er es denn mal tut, dann kümmert er sich mit Hingabe um seine kleinen Patienten und vertritt diese vehement und schonungslos vor den Erwachsenen. Ja, die Kinder fühlen sich wohl bei ihm, haben Vertrauen und wir – die Elternzuschauer- erwischen uns oft dabei, wie wir hier und da ein Tränchen wegwischen und ihm kopfnickend beipflichten, wenn es mal wieder unbequemer wird. Wenn „Coop“ zum Beispiel vor einer gerichtlichen Entmündigung der Eltern genauso wenig zurückschreckt wie vor der höchst illegalen Beschaffung lebenswichtiger Medikamente für einen seiner Schützlinge. Er steht wie ein Leuchtturm im Sturm und bietet den Kindern unbeirrbar Schutz, Verlässlichkeit und Sicherheit.

In der Beziehung zu seinem Sohn, ist er wie ein randvoll mit väterlicher Liebe gefülltes Boot, welches hier und da durch seine ganz real dargestellten Schwächen auch schon mal kentert. Das macht die Figur „Coop“ zusätzlich sympatisch.

Am Ende der Serie bekommt der Sex besessene „Coop“ eine kleine heile Welt: Frau, Haus und gleich vier Kinder. Genau so, wie es sich für einen Kinderarzt gehört. Fehlt eigentlich nur noch ein Hund. Aber DAS wäre beim Happy end dann doch wohl zu klischeehaft dick aufgetragen gewesen und nun wirklich gänzlich unreal!

Fazit: eine durchaus liebenswerte Figur, bestechend durch seine ehrliche und natürliche Haltung, ein für die Realität wünschenswerter unbestechlicher Kinderarzt.

Zuvor in dieser Rubrik:
Alex Karev
Arizona Robbins
Hannes Fröhlich
Daniel Holbein
Doug Ross

Dies war ein Gastbeitrag von Frau Kinderdok – wie bereits zuletzt angekündigt.
Vielen Dank, mein Schatz, mein Augenlicht, meine Inspiration im grauen Alltag. Aber das Faible für Cooper verzeihe ich Dir nicht. ;-)

Arte geht schwanger

Wer das Posting hier noch rechtzeitig liest, darf schnell zu Arte schalten, alle anderen müssen auf die Konserve über Arte.tv zurückgreifen. Der Fernsehsender widmet sich dem Thema “Rund um die Geburt”. Zuerst ging es um den Sinn und Unsinn von Vorsorgen und dem Geschäft mit der Angst, dann waren die Sorgen um die Frühchen dran (ein Superfilm, sehr einfühlsam aus der Kölner Klinik – Hallo Kollegen! – der Film wird übrigens am 8.3. um 9.45 Uhr wiederholt), dann ging es um das Geschäft rund um die Schwangerschaft. Sehr spannend, da ich auch das in der Praxis immer häufiger erlebe: Eltern wollen voll ausgerüstet in die Elternrolle gehen, Hightech-Kinderwagen und das Nonplusultra an Schnuller 2.0, ganz zu schweigen von Büchern, Kursen und Internet-Blogs :-) . Baby-Partys? Wow. Das kannte ich noch nicht.

“Ich würde vor der Summe warnen, die auf einen einwirkt, nur weil es alle anderen auch machen.” Sagt die Expertin. Doch ja, kann man unterschreiben. Aber leider sind es in dem Film zum Geschäft mit der Schwangerschaft gerade die zwei Protagonistinnen, die das alles ja ablehnen. Es sind wieder mal nur die anderen. Aber erwischen wir uns nicht alle bei der Equipmentitis?

Der Instinkt, Eltern zu sein, bleibt auf der Strecke. Absicherung ist die vermeintliche Zauberformel, die aus Unsicherheit entsteht. Eine riesige Industrie bedient dieses Bedürfnis. Arte beschreibt das ganz gut. Also: anschauen.

Und wer lieber netzbasiert ist (sind wir das nicht alle), findet zu dem Thema auch noch mödern couple – eine witzige webdoku (Spitzenfilme! Jedenfalls die für die Papas, die anderen habe ich nicht angesehen. Schaut mal Film No.6 an, Papa spielt Pink Floyd auf der Gitarr und singt zu Bob Dylan).

Konzentrationshormonsteuerungsdefizit

Frau Rudele mit Don-Jason hat sich einen Besprechungstermin mit mir geben lassen – es geht um “die Konzentration” bei dem zwölfjährigen.

Mutter: “Ich hatte ein Gespräch mit der Lehrerin, die secht, man muss mal nach der Schilddrüse oder so gucken lassen, oder ob er ´n Mangel hat oder das. Blutbild halt.”
Ich: “Und was ist das Problem?”
Mutter: “Der Don-Jason würde immer so müde sein im Unterricht, nicht aufpassen, und seine Hausaufgaben nicht machen.”
Ein weites Feld.
Ich: “Aber oft krank ist er nicht?”
Mutter: “Nein. Letztes Mal war´n wir vor drei Jahr´ bei Sie, da hatter mal ein Schnupfen g´ett.”
Ich: “Und zu Hause schläft er wohl nicht plötzlich ein?”
Mutter: “Achwas.”
Ich: “Wie siehts bei Ihnen mit Fernsehen aus?”
Mutter: “Ja, schon.”
Ich: “Heißt?”
Don-Jason: “So nach´n Schule bissel.”
Mutter, deutet einen Schlag auf den Hinterkopf an: “Bissel! Bissel! Vier Stunden glotzt er dann. Un´ obends noch´e mol.”
Don-Jason: “Is´ halt cool.”
Ich: “Vier Stunden? Eher mehr, oder? Sagen wir sechs?”
Mutter: “Wenn´s reicht.”
Ich: “Wie geht´s Ihnen, wenn Sie mal länger fernsehen?”
Mutter: “Hab´ch Kopf, richtig dicken Kopf.”
Ich: “Ich glaube, auf die Blutwerte können wir verzichten, oder? Hat der Lehrer nicht danach gefragt?”
Mutter: “Nach´m Pfernseh`? Nö, iwo. Der hat ´secht, das sin´ die Ho´mone!”

Ganz sicher.
Das war mein Beitrag zum Thema “Wieviel Fernsehen schaut das Kind?
Demnächst in dieser Sendung: “Doch, es gibt auch vernünftige Eltern.”

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